Der Klimawandel trifft die arme Bevölkerung am härtesten. Jedes Jahr unterstützen wir über 400'000 Menschen in einkommensschwachen Ländern darin, sich dem Klimawandel anzupassen, Katastrophenrisiken zu vermindern, natürliche Ressourcen nachhaltig zu nutzen und die biologische Vielfalt zu erhalten.
Warum sind Umwelt und Klima wichtig für die Entwicklung?
Menschen, die in Armut leben, tragen am wenigsten zum Treibhauseffekt bei und doch leiden sie am meisten unter dem Klimawandel – weshalb gezielte Klimawandel Hilfe besonders wichtig ist. Sie leben oft in überschwemmungsgefährdeten Gebieten, in tief gelegenen Küstenzonen, an steilen, instabilen Hängen oder in Trockengebieten, weil sie es sich nicht leisten können, in sicherere Gegenden zu ziehen. Überflutungen und Wirbelstürme zerstören ihre Häuser, Dürren gefährden ihre Ernten. Frauen sind in der Regel besonders stark von Katastrophen betroffen, da sie oft weniger in der Lage sind, extremen Ereignissen zu entkommen, und danach die Hauptlast der Betreuungsaufgaben tragen.
Das erste Millenniumsentwicklungsziel – die Halbierung der Armutsquote von 1990 bis 2015 – wurde zwar bereits fünf Jahre früher als geplant erreicht. Doch der Klimawandel bedroht zunehmend diesen Fortschritt. Die wirtschaftliche Entwicklung erfolgt auf Kosten der Umwelt. Und wieder sind Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen und insbesondere lokale Gemeinschaften am stärksten betroffen, die für ihren Lebensunterhalt auf natürliche Ressourcen wie Wälder oder Fischgründe angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Dorji, Förster der Gemeinde Hungrel, Bhutan
Unser Engagement
Die Menschheit verfügt über das Know-how, um eine klimaresistente und nachhaltige Zukunft zu gestalten. Die Unterstützung von Helvetas hilft gefährdeten Menschen und Gemeinschaften, ihre durch den Klimawandel bedingten Risiken zu verringern und die Widerstandsfähigkeit ihrer Lebensgrundlagen zu erhöhen. Wir bringen traditionelles Wissen und neueste Forschung zusammen, um den Klimawandel abzuschwächen und sich an seine negativen Auswirkungen anzupassen. Klimawandel Hilfe bedeutet auch, einen Umgang mit Katastrophenrisiken zu finden und umweltfreundliche Praktiken einzuführen.
In den letzten fünf Jahren hat Helvetas über 5'000'000 Menschen in gefährdeten Gemeinschaften dabei unterstützt, ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Klima- und Katastropheneinflüssen zu verbessern und ihre natürlichen Ressourcen nachhaltig zu bewirtschaften.
Helvetas erzielt Wirkung
95’927 Kleinbäuer:innen haben 2025 mit Helvetas ihre Landwirtschaft den Folgen des Klimawandels angepasst und ihren Ertrag pro Hektare Land messbar steigern können.
22’007 Menschen haben in einer Ausbildung grüne Kompetenzen für Berufe im Bereich erneuerbarer Energien und Kreislaufwirtschaft erlangt.
Was tun Helvetas im Bereich Klimawandel?
Mit unserer Arbeit in den Bereichen Klimawandel, Katastrophenvorsorge sowie Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen trägt Helvetas dazu bei, die Risiken für Menschen durch klimabedingte Gefahren zu reduzieren und die Widerstandsfähigkeit ihrer Lebensgrundlagen zu erhöhen.
Wir unterstützen die Entwicklung und Umsetzung von Massnahmen, die es der Bevölkerung und unseren Partnern vor Ort ermöglichen, sich an die erwarteten Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Wir fördern Massnahmen zur Eindämmung des Klimawandels, wie die Vermeidung oder Reduzierung von Treibhausgasemissionen oder die verstärkte Speicherung von Kohlenstoff in Kohlenstoffsenken.
Wir unterstützen Massnahmen zur Katastrophenprävention, zur Verringerung der Anfälligkeit von Gemeinschaften für Natur- und andere Gefahren und zu deren besseren Vorbereitung auf Katastrophenereignisse. In Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen leistet Helvetas in Partnerländern auch humanitäre Hilfe.
Wir unterstützen Gemeinschaften dabei, ihre Rechte an natürlichen Ressourcen wie Wäldern, Weiden oder Fischgründen zu sichern und diese nachhaltig zu bewirtschaften. Unser Ziel ist es, ihre Lebensgrundlage zu verbessern und gleichzeitig Ökosysteme und deren Biodiversität zu erhalten.
Helvetas verknüpft die lokalen, gelebten Erfahrungen – etwa zu Fragen rund um die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen – mit dem politischen Dialog auf nationaler, nationaler und internationaler Ebene. Wir stellen einen praktischen Kontext für strategische Diskussionen zur Verfügung.
