Senobia Lázaro, 25 years old, dressed in a white blouse, is accompanied by her sister. She is an entrepreneur, produces and sells artisan ice cream with unusual local products. She is in her place near the general cemetery, a very touristy place in the city of Sucre Bolivia. | © Mauricio Panozo

Die Wirkung Ihrer Spende

Dank Ihrer Unterstützung können wir uns weltweit engagieren – dafür danken wir Ihnen von ganzem Herzen. Hier erfahren Sie, was wir 2025 gemeinsam erreicht haben, wie viele Menschen wir unterstützt haben, wo wir tätig waren und welche Wirkung Helvetas Projekte gezeigt haben.
© Mauricio Panozo

6’923’860 Personen haben 2025 dank Ihrer Unterstützung eine faire Chance erhalten, der Armut zu entkommen.

Partnerländer in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa

Projekte wurden im Jahr 2025 durchgeführt

engagierte Helvetas-Mitarbeitende weltweit

Was haben Helvetas Projekte 2025 bewirkt?

800’349

Menschen haben 2025 mit Helvetas neu Zugang zu sicherem Trinkwasser erlangt, das innerhalb von 15 Minuten erreichbar ist. 

95’927

Kleinbäuer:innen haben 2025 mit Helvetas ihre Landwirtschaft den Folgen des Klimawandels angepasst und ihren Ertrag pro Hektare Land messbar steigern können. 

984’447

Menschen haben 2025 mit Helvetas daran gearbeitet, ihre Lebensgrundlagen langfristig vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. 

713’791

Menschen legen seit 2025 dank neuer Brücken und Strassen kürzere Wege zu Märkten, Schulen und Gesundheitszentren zurück. 

58’079

mehrheitlich junge Menschen haben 2025 mit Helvetas eine berufliche Ausbildung angefangen. 

22’007

Menschen haben in einer Ausbildung grüne Kompetenzen für Berufe im Bereich erneuerbarer Energien und Kreislaufwirtschaft erlangt. 

183’527

Menschen haben 2025 mit Helvetas ihr Einkommen verbessert. 

344’842

Menschen, die mit Helvetas zusammengearbeitet haben, stellten 2025 einen besseren sozialen Zusammenhalt fest. 

290’224

Menschen in Notsituationen erhielten 2025 mit der Unterstützung von Helvetas Zugang zu Wasser. 

995’784

Menschen haben sich 2025 mit Helvetas darüber informiert, welche Rechte sie als Migrant:innen haben und wo Gefahren lauern. 

 

Wasser, Ernährung und Klima

3’766’002 Frauen und Männer haben sich 2025 nachhaltigen Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen, guter Hygiene, besserer Ernährung oder natürlichen Ressourcen erarbeitet und von mehr Ernten oder Klimaresilienz profitiert. 

Gemeinsam mit Helvetas haben sie solarbetriebene Brunnen und Latrinen installiert, Strassen und Brücken gebaut und wichtige Hygieneregeln sowie neue, klimarelevante Anbaumethoden erlernt.

Nur wer Zugang zu sauberem Wasser, Toiletten und Hygienewissen hat; nur wer sich ausgewogen ernähren und vor den Folgen des Klimawandels schützen kann, kann sich aus der Armut befreien. Gemeinsam mit Betroffenen, Partnerorganisationen, Behörden und Privatunternehmen erarbeitet Helvetas Lösungen, damit Menschen eine faire Chance haben, sich zu entfalten.

 

Im peruanischen Abancay hinken öffentliche Dienstleistungen, Wirtschaftswachstum und Infrastrukturausbau der Urbanisierung hinterher. Der Klimawandel verknappt die Wasserressourcen zusätzlich. Im Bewusstsein, dass das wertvolle Gut sparsam genutzt und gerecht verteilt werden muss, schützen Bevölkerung, Behörden und Unternehmen gemeinsam das Einzugsgebiet des Flusses, der die Stadt mit Wasser versorgt, und sorgen mit Helvetas für gerechten Zugang für alle.

Einige Projektbeispiele:

Gemüse in der Schule

In Burkina Faso kombiniert Helvetas Wasser- und Hygieneprojekte mit Abfallverwertung und Schulgärten. Abfälle werden getrennt gesammelt; aus dem Altpapier wird neues Papier geschöpft. Es wird auch zu Briketts gepresst als ökologische Alternative zu Holzkohle. Die zwölf Schulgärten à je 625 m2, die mit der Unterstützung von Helvetas angelegt und betrieben werden, sind zu landwirtschaftlichen Kleinstbetrieben gewachsen: Sie haben 2025 die Schulkantinen mit 5,6 Tonnen Gemüse versorgt – angebaut und gehegt von den Schüler:innen selbst.

In Landschaften denken

Im Norden Madagaskars wachsen international begehrte Kakaobohnen. Um das Gebiet besser vor den Folgen des Klimawandels und vor armutsbedingter Abholzung zu schützen, unterstützt Helvetas Kakaoproduzent: innen, die Landnutzung genau zu definieren und den Anbau auf ihren Parzellen im Sinn der Agroforstwirtschaft zu diversifizieren. Das stärkt das Wassereinzugsgebiet, die Lebensgrundlagen und die Biodiversität. Im Auftrag des Seco erhalten die Kakaoproduzent:innen Unterstützung, um internationale Standards für den Export zu erfüllen, offizielle Landzertifikate zu erhalten für mehr Rechtssicherheit und im Kontakt mit Behörden und Privatwirtschaft, damit die Massnahmen Wirkung entfalten.

Sichere Wasserversorgung

An Bangladeschs Küste ist die Bevölkerung mehrfach von der Erderwärmung betroffen: Steigender Meeresspiegel, Zyklone, Sturmfluten und Überschwemmungen tragen Salz ins Landesinnere; es schädigt Böden und versickert ins Grundwasser. Darunter leiden Landwirtschaft, Ernährung, Gesundheit und Einkommen. Mit einer lokalen Organisation fördert Helvetas den Bau von Sanitäranlagen und Wasserzugängen für über 1800 Schüler:innen und Lehrkräfte an sechs Schulen sowie von 106 Wasserstellen, an denen fast 22’000 Menschen sicheres Wasser beziehen können. In einem ganzheitlichen Ansatz stärkt Helvetas Menschen und Versorgungssysteme, damit sie nachhaltig besser vor den Folgen des Klimawandels geschützt sind.

Wetterinformationen

Im kargen Hochland Amharas in Äthiopien spannen Helvetas und ein norwegisches Projekt zusammen, damit Bauernfamilien Wetterinformationen erhalten, verstehen und nutzen können. Der nationale Wetterdienst liefert per WhatsApp kleinräumige 3-Tages-Wetterprognosen. Helvetas unterstützt die Bäuer:innen dabei, Anbau, Bewässerung und Ernte darauf abgestimmt zu planen. Mit lokalen Niederschlagsmessungen werden die Prognosen überprüft und stetig verbessert. Die Informationen erlauben es längerfristig, Bewässerungsanlagen neu zu planen.

 

Bildung, Arbeit und Einkommen

1’083’051 junge, meist benachteiligte Frauen und Männer haben 2025 mit der Unterstützung von Helvetas Zugang zu Schul- und Berufsbildung erhalten, eine Arbeit gefunden oder sich selbstständig gemacht.

Zugleich haben 6733 kleine und mittlere Unternehmen einen höheren Gewinn. Sie konnten dadurch Arbeitsstellen sichern oder schaffen und nachhaltige Produkte oder bessere Dienstleistungen anbieten.

Nur wer wirtschaftliche Perspektiven hat, kann sich auch gesellschaftlich und politisch engagieren. Doch viele junge Menschen sind in Ländern geboren, wo sie kaum Chancen auf Schulbesuch oder eine Arbeitsstelle haben. Mit Partnerorganisationen trägt Helvetas dazu bei, dass faire Chancen auf Schule, Ausbildung und Arbeit nicht dem Zufall überlassen werden.

 

Trotz Verbot wird in Tansania weiter Holzkohle hergestellt. Die Bevölkerung braucht sie zum Kochen; viele Menschen verdienen mit ihrer Herstellung Geld. Im Auftrag der EU bekämpft Helvetas die Abholzung von Wäldern in der Morogoro-Region mit verschiedenen Mitteln: Menschen wie Jumanne Mtayomba lernen, Biokohle aus landwirtschaftlichen Abfällen statt aus Holz herzustellen, Unternehmen zu gründen und Stellen zu schaffen. Frauen, die Holzkohle verkaufen, werden ermutigt, in ihren Gärten «Esswälder» nach dem Agroforst-Prinzip anzulegen mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Getreide, Obstund Nutzbäumen. Einkommen erzielen sie heute mit der überschüssigen Ernte. Ranger:innen kontrollieren derweil, dass in den geschützten Wäldern niemand mehr Holz schlägt, und sensibilisieren Dorfgemeinschaften.

Einige Projektbeispiele:

Verstecktes Juwel

Im Distrikt Phongsaly im Norden von Laos stärkt Helvetas die ländliche Wirtschaft mit einem Ökotourismus- Projekt – eine neue Einkommensquelle für ethnische Minderheiten. Die Bevölkerung, Helvetas und Partnerorganisationen entwickeln gemeinsam Attraktionen und Angebote für Gäste. Dabei können sie auf die über Jahre von Helvetas entwickelten landwirtschaftlichen und waldschonenden Wertschöpfungsketten zurückgreifen wie die Tee-Ernte von über 400 Jahre alten Bäumen – ein besonderes kulturelles und ökologisches Erlebnis für Gäste. Ziel ist ein nachhaltiger Tourismus, damit der kommende Boom allen zugutekommt.

Anreize für bessere Ausbildungen

In Äthiopien hat ein Ausbildungsprojekt 7000 jungen Menschen – darunter Menschen mit Behinderungen, Alleinerziehende und intern Vertriebene – zu einem regelmässigen Einkommen verholfen und das Berufsbildungssystem revolutioniert: Helvetas entschädigte Lehrbetriebe und Berufsschulen erst vollständig, wenn die Lernenden auch wirklich eine Anstellung vorweisen oder erfolgreich Unternehmen gründen konnten. Mit den neuen Lehrplänen, Lehrmitteln und klaren Qualifikationsstandards wird dieser Ansatz von der Regierung der Region Amhara übernommen. Sie hat dafür eigens einen Beschäftigungsfonds geschaffen.

Wintertourismus

Nachhaltiger Tourismus kann die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Regionen stärken. In der Gegend rund um die Stadt Karakol in Kirgistan zeigt sich an einem Wintertourismus- Projekt, das Helvetas im Auftrag des Seco umsetzt, wie einst isoliert agierende KMU heute enger zusammenarbeiten: Trainings und massgeschneiderte Beratungen förderten das gegenseitige Vertrauen und den Querverkauf von zusätzlichen Produkten. Damit stiegen die Einnahmen der KMU um rund 33%. In Zusammenarbeit mit der Universität wird die Stadtplanung verbessert; der Tourismus-Lehrgang beinhaltet Nachhaltigkeit und Monitoring. Karakol ist offiziell auf dem Weg zur «grünen Destination».

Abfall als Wertstoff

Kreislaufwirtschaft hilft, Ressourcen zu schonen, und sie eröffnet neue Einkommensquellen. In Nepal entwickeln junge Menschen mit Unterstützung von Helvetas umweltschonende Geschäftsideen, um als Unternehmer und Arbeitgeberinnen durchzustarten. So werden z.B. aus Plastikabfall Schuhsohlen hergestellt: Allein zwei Jungunternehmen schufen mit dieser Idee über hundert Arbeitsstellen. Oder: Aus alten Stoffen werden neue Textilien, die in den Produktionszyklus zurückfliessen.

 

Mitsprache und sozialer Zusammenhalt

837’303 Frauen und Männer haben 2025 mit der Unterstützung von Helvetas gelernt, ihr Recht auf grundlegende öffentliche Dienstleistungen einzufordern oder Konflikte zu lösen.

Zugleich hat Helvetas zusammen mit Behörden und Partnerorganisationen 1’235’679 Frauen und Männer dabei unterstützt, ihre Arbeitsmigration sicher, verantwortungsvoll und gewinnbringend zu planen.

Millionen Menschen werden in Ländern geboren, in denen der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen fehlt, in denen wirtschaftliche Umstände, Konflikte, Gewalt und Klimawandel viele Frauen und Männer zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Mit Partnerorganisationen trägt Helvetas dazu bei, dass Menschen sich Gehör verschaffen und in Sicherheit leben können.

 

Im kriegsversehrten Sri Lanka vereinen soziale Unternehmen junge Menschen aus verschiedenen Volks- und Religionsgruppen. Die Unternehmen entstanden aus einer langjährigen Helvetas-Initiative, die Jugendliche verschiedener Ethnien zusammenbrachte, um die Versöhnung im Land zu fördern. Um wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen, unterstützte Helvetas die Gründung solcher sozialen Unternehmen mit Mitarbeitenden aus allen Volksgruppen. Wegen Sparmassnahmen verschiedener Geldgeber musste Helvetas per Ende 2025 alle Projekte in Sri Lanka beenden und ihre Vertretung nach 49 Jahren schliessen.

Einige Projektbeispiele:

Landrechte

Landrechte sind wichtig für nachhaltige Entwicklung. Doch konkurrierende Interessen erschweren Landnutzung und -zugang. Daher unterstützt Helvetas in Laos Basisorganisationen, die ethnische Gruppen, insbesondere Frauen, über grundlegende Landrechte aufklären, eine verantwortungsvolle Landwirtschaft fördern, gemeinschaftliche Verfahren für Waldbewirtschaftung entwickeln und helfen, Landkonflikte zu lösen. Bislang wurden über 17’000 armutsbetroffene und benachteiligte Frauen und Männer informiert, 5000 liessen sich danach konkret beraten und unterstützen.

Erfolgreiche Kombination

Ein Projekt für nachhaltigen Tourismus in Bhutan zeigt: Wenn Bürger: innen – in diesem Fall Frauen und junge Menschen – die Chance erhalten, unternehmerisch tätig zu werden, interessieren sie sich mehr für die Entscheidungen der lokalen Behörden, die sie als Unternehmer: innen betreffen können. Sie nehmen daher bald an politischen Prozessen teil, um ihre Anliegen einzubringen. Die Erkenntnis ist: Es lohnt sich, in Projekten Unternehmertum und demokratische Teilhabe bewusst zu verknüpfen.

 

Humanitäre Hilfe

56’993 Menschen in Not hat Helvetas 2025 mit lebensrettender Hilfe unterstützt. 

Kriege und fragile Kontexte weltweit, Überschwemmungen, Dürren und Wirbelstürme: Die Not der Menschen dauert meist länger an als die mediale Aufmerksamkeit. Grosszügig haben 2025 Spender:innen, Stiftungen, die Glückskette und viele andere Geldgeber Hunderttausende Menschen in Not dabei unterstützt, sich neu zu orientieren und ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage wiederaufzubauen.

Insgesamt hat Helvetas in ihren Projekten 629’386 Menschen in Katastrophen-, Krisen und Konfliktgebieten den Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen, Bildung und Umschulungen ermöglicht. Helvetas verknüpft dabei kurzfristige Nothilfe mit längerfristigen Massnahmen, damit Menschen ihre Lebensgrundlagen rasch wiederaufbauen können.

 

Im Dezember 2024 zerstörte Wirbelsturm «Chido» in der Region Cabo Delgado im Norden Mosambiks Häuser und Lebensgrundlagen von 455’000 Menschen sowie lokale Gesundheitszentren. Helvetas leistete rasch Nothilfe und unterstützte 2025 den Wiederaufbau von 13 Gesundheitszentren inklusive Wasserleitungen, Elektrizität und Mobiliar. Zusätzliche Verstrebungen schützen die Bauten vor künftigen Starkwinden. Dank langjähriger Hygienesensibilisierung durch Helvetas hat die Bevölkerung nach dem Sturm zudem richtig reagiert und so schwerere Krankheiten wie Cholera verhindert.

Einige Projektbeispiele:

Saatgut für die Zukunft

In der bürgerkriegsversehrten Region Tigray in Äthiopien unterstützt Helvetas 23’000 Menschen dabei, ihre Lebensgrundlagen trotz Konflikt und Dürren zu verbessern. 2025 erhielten Familien «Shoats» – eine Kreuzung von Ziegen und Schafen –, die weniger Wasser und Futter brauchen, dazu 32 Tonnen zertifiziertes, dürreresistentes Saatgut für Weizen und sechs Tonnen für Teff-Hirse. Organisiert in Saatgut- Kooperativen, können die Gemeinschaften künftig selbst klimaangepasstes Saatgut produzieren. Eigens hergestellter Kompost hilft, die Bodenfruchtbarkeit und damit die Ernährungssicherheit zu verbessern.

Marktanalyse deckt Lücken auf

Frauen in den Rohingya-Camps in Bangladesch haben aus kulturellen und religiösen Gründen kaum Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine Marktanalyse hat gezeigt, dass Gärtnern, Schneidern und Nähen akzeptiert sind, weil die Arbeiten zuhause verrichtet werden können. Die Analyse zeigt aber auch, dass es nicht ausreicht, Nähmaschinen zu verteilen und Frauen kurz auszubilden. Deshalb bietet Helvetas modulare, praxisorientierte Schulungsprogramme an, die auch Marketing, Preisgestaltung und Geschäftsplanung beinhalten. Nur so werden die Geflüchteten mittelfristig zu Geschäftsfrauen.

Reparierte Lebensadern

2025 hat Helvetas in der Ukraine mit Unterstützung der Glückskette zerstörte Wasserversorgungen für mehr als 58’000 Menschen wiederhergestellt – weit mehr als geplant. Möglich wurde dies dank der engen Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und den Behörden. Insgesamt umfasst das Engagement von Helvetas und Partnern 122 Gemeinden, in denen 57 Wasser- und Abwassersysteme repariert wurden, damit die Menschen trotz Krieg weiter zuhause leben oder dorthin zurückkehren können.

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Mit Helvetas schenken Sie weltweit faire Chancen

90,5 %

der Spendeneinnamen fliessen direkt in die Projekte. 9,5 % der Spenden werden für die Geschäftsstelle (3,9 %) und das Fundraising in der Schweiz (5,6 %) gebraucht.

ZEWO-zertifiziert

Helvetas ist seit 1957 Zewo-zertifiziert. Das Zewo-Gütesiegel zeichnet vertrauenswürdige Hilfswerke aus, die Spenden zweckbestimmt, wirksam und wirtschaftlich einsetzen.

Seit 1955

Helvetas wurde 1955 in der Schweiz gegründet und verfügt über 70 Jahre Erfahrung in nachhaltig wirksamer Entwicklungszusammenarbeit.

Wirkungsmessung

Helvetas will genau wissen, wie ihre Entwicklungszusammenarbeit wirkt. Um aus Erfolgen oder Fehlern lernen zu können. Um die Projekte zu planen und sie in richtige Bahnen zu lenken. Um Spendenden und Projektpartnern gegenüber Rechenschaft abzulegen.

In jedem Projekt erhebt Helvetas, mit wie vielen Menschen die Mitarbeitenden und Partnerorganisationen direkt gearbeitet haben und wie viele indirekt von dessen Wirkung profitieren. Die Zahlen variieren von Jahr zu Jahr, etwa wenn grosse Projekte beginnen oder zu Ende gehen oder grosse Kampagnen stattfinden. Und auch, weil Helvetas vermehrt systemische Veränderungen unterstützt, um rechtsstaatliche Strukturen, die Mitsprache der Bevölkerung oder öffentliche Dienstleistungen zu verbessern. Aufgrund einer neuen Erhebungsmethode sind die Zahlen nicht mit denjenigen der Vorjahre vergleichbar.

Jährlich in den Projekten erhobene Daten bilden die Grundlage für eine Reihe von Leistungsindikatoren. Diese zeigen auf, wie viele Menschen weltweit von unserer Arbeit profitieren.

Unsere Projektmitarbeitenden überwachen vor Ort laufend den Projektfortschritt. Detaillierte Halbjahresberichte informieren über Projektkosten und -ergebnisse, Leistungen, Herausforderungen sowie relevante politische und gesellschaftliche Veränderungen. Um die Gesamtwirkung zu beurteilen, werden Projekte nach Abschluss einer Projektphase, die in der Regel drei Jahre dauert, zusätzlich intern oder extern evaluiert.

Regelmässige Berichte und Auswertungen fliessen in laufende und zukünftige Projektpläne ein und erlauben wo nötig Anpassungen. Zudem ermöglichen Berichte und Leistungsindikatoren, dass Helvetas gegenüber ihren Projektpartnern sowie ihren Spenderinnen und Spendern Rechenschaft ablegen kann.

Erfolgsmessung ist heute ein zentraler Bestandteil jeder professionellen Entwicklungszusammenarbeit. Helvetas geht noch einen Schritt weiter: Jährlich untersuchen externe Gutachter die langfristige Wirkung einiger ausgewählter Programme.

Aus finanziellen Gründen können nicht alle Projekte wissenschaftlich auf ihre Wirkung untersucht werden. Helvetas achtet bei den Studien aber auf eine thematisch und geografisch ausgewogene Auswahl von Projekten. Ausserdem behandelt Helvetas nach Möglichkeit Themen, die wenig erforscht sind. Je nach Kontext, Forschungsfragen und Datenverfügbarkeit kommen unterschiedliche Bewertungsmethoden zum Einsatz. Ein wichtiges Kriterium ist die Wirtschaftlichkeit. Renommierte internationale und nationale Forschungseinrichtungen führen die Studien durch. Alle Wirkungsmessungen versuchen, die folgenden vier Fragen zu beantworten:

  • Inwieweit kann eine spezifische Wirkung auf das Engagement von Helvetas zurückgeführt werden?
  • Hat das Engagement etwas bewegt?
  • Inwiefern hat das Engagement etwas bewegt?
  • Würden die Massnahmen auch in einem anderen Kontext funktionieren?

Die in einem Land gesammelten Erfahrungen inspirieren immer wieder auch für Projekte in anderen Teilen der Welt. So wurden beispielsweise in Nepal 10‘000 Hängebrücken gebaut. Dank eines Süd-Süd-Kooperationsprojekts von Helvetas geben nepalesische Ingenieur:innen heute ihr Wissen über Brücken unter anderem in Äthiopien, Burundi und Indonesien weiter.

Helvetas ermutigt Mitarbeitende und Partner, aus ihren täglichen Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit auf unterschiedliche Weise zu lernen. Zum Beispiel, indem sie periodisch analysieren, was gut gelaufen ist und was hätte besser laufen können und was dies für die zukünftige Arbeit bedeutet. In einer lernenden Organisation führen individuelle und gemeinsame Reflexion und Lernprozesse zu verbesserten Arbeitsweisen, zur besseren Zielerreichung und zu Innovation.

Eine Projektevaluation ist ein wichtiger Bestandteil der Projektumsetzung. Sie ist ein Schlüsselmoment für Lernprozesse und Veränderung. Im Idealfall lernen alle Projektbeteiligten aus einer Evaluation. Dies wird dadurch begünstigt, dass der Evaluierungsprozess partizipativ gestaltet ist: Projektmitarbeitende, Partner und Hauptakteure können zur Evaluierung beitragen, gemeinsam reflektieren und ihre Empfehlungen formulieren.

Lernen geht über das Projekt hinaus: Gute Ideen und Praktiken werden von anderen Projekten und Organisationen im selben Land, in der Region oder weltweit übernommen. Aus organisatorischer Sicht ist es auch wichtig, Probleme, die im Projekt immer wieder auftauchen, zu erkennen und auf der entsprechenden Ebene aufzugreifen. So ergab die Wirkungsmessung für den Zugang zu Wasser für Dörfer und Schulen im ländlichen Benin, dass es notwendig ist, sich auf Verhaltensänderungen zu konzentrieren, um die Wasserqualität sicherzustellen. Diese Erkenntnisse wurden weit verbreitet; Verhaltensänderung ist heute eine integrale Komponente der meisten Helvetas-Projekte im Wasserbereich.

Systematische Ansätze für Lernen und Evaluation sind notwendig, um Verknüpfungen zu fördern und um sicherzustellen, dass Zeit bleibt für Überlegungen und Massnahmen auf allen Ebenen. Meta-Evaluationen können wichtige Gelegenheiten zum Lernen sein. Sie bieten einen Raum für die Zusammenführung von Erfahrungen aus unterschiedlichen Ebenen und Zeiträumen. Wir fördern das Lernen aus Evaluationen sowohl auf der Ebene der einzelnen Programme als auch organisationsweit.

Helvetas fördert das Lernen auf unterschiedliche Weise, zum Beispiel durch Storytelling, Peer Assessments, partizipative Wirkungsmessung und Evaluationen. Helvetas ist es daran gelegen, ein Umfeld zu schaffen, das Lernen und den Wissensaustausch wertschätzt und belohnt.

Weitere Informationen & Links