Ein Erdbeben der Stärke 7,7 hat am 28. März 2025 die Region Mandalay im Zentrum Myanmars erschüttert und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Über 3'800 Menschen verloren ihr Leben, weitere 4'800 Menschen wurden verletzt. Unsere Mitarbeitenden vor Ort schilderten Szenen von Chaos, Angst und grosser Not.
Das gesamte Ausmass der Katastrophe ist imens. Mehr als die Hälfte aller Häuser wurde zerstört, Krankenhäuser waren überfüllt, Brücken unpassierbar, Strassen unbefahrbar – ganze Dörfer waren von der Aussenwelt abgeschnitten. Und mittendrin: Menschen, die in wenigen Augenblicken alles verloren haben.
Was macht Helvetas?
Helvetas ist seit vielen Jahren in Myanmar aktiv – auch genau dort, wo im März 2025 die Erde bebte. Gemeinsam mit unseren lokalen Partnerorganisationen stehen wir der notleidenden Bevölkerung in Myanmar bei.
In einer ersten Phase der Nothilfe wurden bis Ende Juni gezielt Bargeldhilfen an rund 7'200 Haushalte verteilt – also an über 36'000 Menschen. Diese Form der Ersthilfe in schwer zugänglichen Gebieten hat sich weltweit bewährt. Sie wirkt schnell, stärkt die lokale Wirtschaft und gibt den Betroffenen ein Stück Selbstbestimmung zurück.
Seit dem Sommer befindet sich die Region in der Phase des Wiederaufbaus. Helvetas konzentriert sich dabei auf drei Schwerpunkte: Unterkünfte, Wasser/Abwasser sowie die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Lebensgrundlagen.
Bis Ende 2025 hat Helvetas bereits:
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400 Haushalte beim Bau temporärer Unterkünfte unterstützt durch die Bereitstellung grundlegender Baumaterialien.
- 670 Haushalte unterstützt, ihre landwirtschaftlichen Lebensgrundlagen wiederherzustellen. Der Schwerpunkt lag auf der Bereitstellung von hochwertigem Saatgut, Düngemitteln sowie der Deckung von Erntekosten und Kosten für die Anmietung landwirtschaftlicher Maschinen.
- In 12 Dörfern die Wasserversorgungssysteme repariert. Dazu gehören unter anderem die Installation von Wasserleitungen und Wasseraufbereitungsanlagen, die Reparatur von Wasserquellen, der Bau von Wassertanks sowie ergänzende Sensibilisierungsmassnahmen, um die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern.
Aufgrund der grossen Not musste zudem die Nothilfe fortgesetzt werden: 800 der am stärksten gefährdeten Haushalte wurden auch nach der ersten Phase der Nothilfe gezielt durch Bargeldhilfen unterstützt, um die dringendsten Überlebensbedürfnisse zu decken.
Myanmar ist ein armes, von Gewalt gebeuteltes Land. Die Lage der Menschen im Erdbebengebiet ist besonders prekär. Im Jahr 2026 wird der Wiederaufbau fortgesetzt.
