© Helvetas / Simon B. Opladen
Bangladesch

Sauberes Trinkwasser von oben

© Helvetas / Simon B. Opladen

Im Süden von Bangladesch lassen Naturkatastrophen, Wirbelstürme, Springfluten und Überschwemmungen Böden und Grundwasser versalzen. Helvetas ermöglicht benachteiligten Menschen, Regenwasser in Zisternen und Filterbecken als sauberes Trinkwasser für die Trockenzeit zu sammeln. Und zeigt Wege auf, wie die Familien ihre Ernährung verbessern können.

  • Projektname
    Panii Jibon — Sauberes Trinkwasser und gesicherte Ernährung dank Regenwasser
  • Projektphase
    2021 bis 2023
  • Finanzierung
    Spenden, Beiträge, Deza-Programmbeitrag
  • Thematischer Schwerpunkt
    Klimawandel & Katastrophenvorsorge

Wenn Böden und Grundwasser versalzen

Eigentlich könnte das Delta des Ganges im Südwesten von Bangladesch ein Paradies sein, in dem pro Jahr mehrere Ernten möglich sind. Doch das sich verändernde Klima,  spürbar durch häufigere und intensivere Wetterereignisse, die Abholzung von schützenden Mangrovenwälder und die Crevettenzucht im grossen Stil haben das natürliche Gleichgewicht gestört. Meerwasser dringt tief ins Landesinnere ein und lässt das Grundwasser versalzen. Im Bezirk Bagerhat unterstützt Helvetas bedrängte Bauernfamilien dort, wo es ums Überleben geht: beim Trinkwasser und bei der Ernährung.

Ihre Spende ist wichtig

Damit Familien Zugang zu sauberem Wasser bekommen, Kinder in die Schule gehen und Jugendliche eine Berufsausbildung machen können.
Jetzt mithelfen und spenden, z.B. für:

Wegen der Versalzung des Grundwassers ist Regen die einzige Quelle für sauberes Wasser. In der mehrmonatigen Trockenzeit  mussten die Menschen bisher auf verschmutztes Oberflächenwasser zurückgreifen. Wo es möglich und sinnvoll ist, bauen Dorfbewohner mit Unterstützung von Helvetas auch Gemeinschaftsreservoirs mit Sandfilterpumpen. In den kommenden Jahren werden weitere 50'000 Menschen ihre Versorgung mit Trinkwasser auch während der Trockenzeit sichern. 14'000 Menschen sollen neu über eine Latrine verfügen.

Die Bäuerinnen und Bauern legen zudem grosse Regenwasserbecken für die Bewässerung ihrer Felder und Gärten an. So können sie mehr produzieren, mehr verkaufen und sich gesünder ernähren. Die Fische, die sie in den Wasserbecken züchten, sind eine zusätzliche Bereicherung ihres Speiseplans. In den kommenden Jahren sollen sich 35'000 Familien gesünder und ausgewogener ernähren können.

Wichtiges Anliegen des Projekts ist es auch, dass die Menschen den Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht betrachten. Sie werden darin geschult, dieses Recht bei den Behörden einzufordern. In Komitees arbeiten sie an der Planung von Wasserprojekten mit und prüfen deren Umsetzung. Weil sie sich auch in Produzentengruppen organisieren, hängt die Entwicklung nicht nur vom Engagement einzelner Personen ab, sondern wird von der Gemeinschaft getragen.

«Das Wasser aus dem Teich ist nicht sauber und das Grundwasser versalzen. Deshalb sammeln wir nun Regenwasser, damit unsere Kinder gesund bleiben.»

Protap Mazumder, Schneider und Familienvater, Morrelganj, Bangladesch

Klimawandel & Katastrophenvorsorge

Jedes Jahr unterstützt Helvetas mehr als eine Million Menschen darin, mit dem Klimawandel umzugehen, Ressourcen nachhaltig zu nutzen und die Natur zu schonen.

Wie wir Menschen in Bangladesch unterstützen

Helvetas hilft den Bauern in Bangladesch, sich gegen den Klimawandel zu wappnen, und fördert die politische Mitbestimmung inbesondere von Frauen.
© Helvetas
Bangladesch

Multimedia-Reportage: Familie Chakma erlebt echte Veränderung

Lesen Sie, wie sich die Familie Chakma mit der Unterstützung von Helvetas eine Baumschule aufgebaut und sich damit aus der Armut befreit hat.