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Benin

Ausbildung und Inspiration für junge Bäuerinnen und Bauern

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Die Landwirtschaft, so wie sie seit Generationen betrieben wird, ist für Jugendliche nicht mehr attraktiv. Die Stadt ist der Traumort für viele, doch dort gibt es kaum Arbeit für sie. Helvetas vermittelt jungen Bäuerinnen und Bauern unternehmerischen Geist, neue Ideen und Techniken für den Anbau neuer Produkte, für die Erschliessung neuer Märkte und für eine bessere Nutzung des Bodens.

  • Projektname
    Anfanni – Unternehmen wagen
  • Projektphase
    2017 bis 2020
  • Finanzierung
    Dieses Projekt wird durch Spenden finanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Nachhaltige Wirtschaft

Landjugend mit Unternehmergeist

«Jugend ist nicht Gefahr, sondern Versprechen», sagte der damalige UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon im Jahr 2015 vor dem Sicherheitsrat. Sein Aufruf für eine positive Sicht auf die Jugend gilt für das alternde Europa ebenso wie für Entwicklungsländer, wo bis zu 50 Prozent aller Menschen weniger als 18 Jahren alt sind.

In Benin stützt Helvetas die hoffnungsvolle Sicht auf die Jugend. Im Projekt «Anfanni – Unternehmen wagen» werden drei wichtige Faktoren miteinander verknüpft: In Benin werden – erstens – weite Landwirtschaftsflächen ungenügend genutzt. Die Bauernbetriebe sind – zweitens – weit davon entfernt, den wachsenden Bedarf der städtischen Bevölkerung an Nahrungsmitteln zu decken. Und – zum dritten –  leben hier 2,2 Millionen junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren, die meisten von ihnen auf dem Land, wo sie den Hof ihrer Eltern so bewirtschaften, wie es schon immer gemacht wurde.

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Junge Menschen erhalten das Know-how, um als Jungunternehmerinnen und -unternehmer erfolgreich zu werden. © Helvetas/Stephane Brabant
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Wenn Produzentinnen die Ernte weiterverarbeiten, können sie einen höheren Gewinn damit erzielen. © Helvetas/Stephane Brabant
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In der Landwirtschaft neue Wege gehen, das bringt mehr Einkommen und mehr Stolz auf die eigene Arbeit. © Helvetas / Flurina Rothenberger
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Bäuerinnen verkaufen ihr Bio-Gemüse im Abo an städtische Familien – ein Geschäftsmodell mit Zukunft. © Helvetas/Flurina Rothenberger
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«Anfanni – Unternehmen wagen» verschafft den jungen Bäuerinnen und Bauern neue Perspektiven. In einer ersten Phase lernen 600 bis 800 von ihnen, das ungenutzte Potential ihres Betriebs mit neuen Produkten und neuen Arbeitstechniken zu nutzen. Sie reagieren auf veränderte Konsumgewohnheiten der Kunden und kultivieren neue Gemüsesorten. Sie beginnen, Hühner oder Schweine zu züchten, und sie lernen Gemüse und Früchte marktgerecht zu verarbeiten. Kurz: Sie beginnen, unternehmerisch zu denken. Ziel ist es, die Einkommen aus der Landwirtschaft in einem ersten Schritt um 20 bis 30 Prozent zu erhöhen. Ziel ist es aber auch, die Landarbeit aufzuwerten und den jungen Menschen den Stolz auf ihre Arbeit zurückzugeben.

Helvetas arbeitet dabei mit Ausbildungs­zentren, Bauernorganisationen und privaten Unternehmen zusammen. Institutionelle und private Akteure aus Landwirtschaft und Bildung schliessen sich in lokalen Beratungsgremien zusammen. Sie sollen dazu beitragen, dass positive Erfahrungen aus dem Projekt und vor allem auch Unternehmergeist in der Gesellschaft über die Projektgrenzen hinaus wirksam werden.

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Ein Jungbauer zieht Setzlinge neuer Gemüsesorten, die auf dem Markt gefragt sind. © Flurina Rothenberger
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Um unternehmerisches Denken zu lernen drücken die Jungbäuerinnen und Jungbauern die Schulbank. © Flurina Rothenberger
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Die Lernenden eines Ausbildungsgangs mit ihren Unterlagen, Frauen werden besonders berücksichtigt, auch junge Mütter können am Programm teilnehmen. © Flurina Rothenberger
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Die beiden Jungunternehmerinnen verkaufen in ihrem Geschäft alles für den biologischen Gemüseanbau. © Helvetas / Flurina Rothenberger
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Nachhaltige Wirtschaft

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