© Helvetas / Flurina Rothenberger
Benin

Sauberes Wasser – von der Brunnenröhre bis zur Trinkschale

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Auf dem Weg vom Brunnen bis in die Haushalte wird das saubere Grundwasser allzu oft verschmutzt. Im Umfeld von neuen oder reparierten Brunnen fördert Helvetas deshalb das Wissen um Hygiene und Gesundheit.

  • Projektname
    QualiEau – Wasserqualität sichern
  • Projektphase
    2016 bis 2019
  • Finanzierung
    Dieses Projekt wird durch Spenden finanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Wasser

Brunnen bauen und Hände waschen

Ein Kind zur Welt bringen und das dafür nötige Wasser selber in die Geburtsklinik bringen? Im Norden Benins gehört das zum Alltag. Selbst in Gesundheitszentren fehlt es an Wasser für die Pflege sowie für die Reinigung von Wäsche, Räumen und Geräten. Das verschmutzte Wasser, das die Angehörigen mitbringen, ist eine Gefahr für die Gesundheit von Patienten, Gebärenden und Säuglingen. Die Lage in Gesundheitszentren zeigt, wie weit der Norden Benins von einer angemessenen Wasserversorgung entfernt ist.

In fünf Jahren hat Helvetas dort in Gesundheitseinrichtungen, Schulen und Dörfern den Bau and die Sanierung von mehr als 140 Brunnen für beinahe 40'000 Menschen ermöglicht. Im Rahmen des Projekts «Qualieau» (Qualitätswasser) sollen Brunnen für weitere 20'000 Menschen dazukommen. Mit dem Brunnenbau ist es allerdings nicht getan. Untersuchungen haben gezeigt, dass das saubere Brunnenwasser beim Transport und der Lagerung in den Haushalten meistens mit Krankheitskeimen verseucht wird. Deshalb gehört zu jedem Brunnenprojekt auch die Aufklärung über Zusammenhänge zwischen Wasser, Hygiene und Gesundheit.

Wasser-Patenschaft

Übernehmen Sie eine Wasser-Patenschaft und ermöglichen Sie jedes Jahr einer Familie Zugang zu sauberem Wasser.
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Die mobilen Brunnenreparateure sind zur Stelle, wenn ein Brunnen defekt ist. © Helvetas / Flurina Rothenberger
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Die Unterhaltsarbeiten werden aus dem Wassergeld bezahlt, das die Brunnenpächterinnen einziehen. © Helvetas / Flurina Rothenberger
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Die Unterhaltsarbeiten werden aus dem Wassergeld bezahlt, das die Brunnenpächterinnen einziehen. © Helvetas / Rothenberger
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Frauen, die in der Nähe der Brunnen wohnen, werden oft zu Brunnenpächterinnen ausgebildet. © Helvetas
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Mit dieser Funktion können die Frauen einen Nebenverdienst erzielen. © Helvetas
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Um die Wasserversorgung, die Hygiene und den Bau von Latrinen zu fördern, arbeitet Helvetas mit den Gemeinden und Gemeinschaften, die das Projekt selbst durchführen, direkt zusammen. Helvetas unterstützt sie, das technische und administrative Know-how aufzubauen. An den öffentlichen Brunnen ziehen Wasserkomitees für jeden Kanister Wasser ein paar Rappen ein. Die Konsumentinnen und Konsumenten wissen, dass sie damit nicht das Wasser bezahlen, sondern den Unterhalt des Brunnens. Oft werden Frauen, die in der Nähe des Brunnens wohnen, zu Brunnenpächterinnen ausgebildet und können in dieser Funktion einen kleinen Nebenverdienst erwirtschaften. Sie haben somit ein wirtschaftliches Interesse daran, dass «ihr» Brunnen sauber bleibt, und sie garantieren sein Funktionieren.

«Früher hatten wir häufig Probleme mit Infektionen, weil das Wasser, das die Familien der Patientinnen und Gebärenden mitbrachten, oft nicht sauber war.»

Nafissatou Bagana, Hebamme der Geburtstation Sirarou, Benin

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Früher mussten Patienten und Gebärende eigenes Wasser in die Krankenstation von Sirarou in Nordbenin mitbringen. © Helvetas
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Heute steht ein Brunnen auf dem Gelände, der sowohl die Krankenstation, die Maternité wie auch die nahe Schule mit Wasser versorgt. © Helvetas
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Der Gebärsaal kann heute gründlich gereinigt werden, früher konnten die Krankenschwestern nur das allernötigste an Wasser von der weit entfernten Wasserstelle hierhertragen. © Helvetas
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Dank dem neuen Lavabo kann sich Hebamme Nafissatou Bagana regelmässig die Hände waschen. © Helvetas
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Hygiene ist bei der Untersuchung der schwangeren Frauen wichtig. © Helvetas
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Wird das Brunnenwasser in den Wasserturm hochgepumpt, fliesst es im Behandlungszimmer aus dem Hahn. Eine Zisterne sammelt zusätzlich Regenwasser. © Helvetas
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Die Verhältnisse in der entlegenen Gebärstation sind einfach, aber sauber. © Helvetas
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Viele Frauen kommen hierher, um sich untersuchen zu lassen. © Helvetas
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Sabi Bakés erstes Kind ist nach der Geburt gestorben. Doch dieses Kind soll leben. Laut der Hebamme sind die Infektionen bei Müttern und Kindern zurückgegangen, seit es sauberes Wasser gibt. © Helvetas
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Wasser

Den Ärmsten steht oft nur verunreinigtes Wasser zur Verfügung. Wir verschaffen jährlich bis zu 500’000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen.

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