Schools turn into Shelters, Western Ukraine | © Helvetas/PIN/Alberto Lores

Spenden für die Menschen aus der Ukraine

Die Menschen aus der Ukraine brauchen dringend Unterstützung. Spenden Sie jetzt, um sie mit dem Allernötigsten zu versorgen und die grosse Not zu lindern.
© Helvetas/PIN/Alberto Lores

Der Krieg ist für die Menschen in der Ukraine katastrophal und betrifft auch die Nachbarländer. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden schon mehr als 6,1 Mio. Menschen ins Ausland vertrieben (13.05.2022); über 7 Mio. wurden in der Ukraine selbst zu intern Vertriebenen.

Hauptopfer des Krieges ist die Zivilbevölkerung. Es ist eine humanitäre Katastrophe. Die Geflüchteten mussten alles hinter sich lassen, auch Angehörige. Sie brauchen Schutz, eine sichere Unterkunft, Nahrungsmittel, Hygieneartikel und die Möglichkeit zur Kommunikation, sowie mittelfristig Zugang zu Bildung und Arbeit.

Helvetas hilft den Geflüchteten in der Ukraine und im südlichen Nachbarland Moldawien, einem der ärmsten Länder Europas, mit dem, was sie gerade am dringendsten benötigen. Zudem unterstützen wir die lokalen Familien, welche Geflüchtete aufnehmen und Restaurants, die den Vertriebenen Mahlzeiten anbieten.

Helvetas hilft im Nachbarland Moldawien

Das kleine Land Moldawien nimmt im Verhältnis zu den Einwohnenden am meisten Geflüchtete auf. Es muss damit gerechnet werden, dass die Zahl der in Moldawien Ankommenden aufgrund des russischen militärischen Vormarschs weiter zunehmen wird.

Über 461'000 (Stand 13.05.2022) Menschen sind seit Ausbruch des Krieges bereits über die moldawisch-ukrainische Grenze geflüchtet. Es fehlt an vielem.

  • Zusammen mit unserer französischen Partnerorganisation Acted stellten wir Busse mit Fahrern bereit, um die Flüchtenden – vor allem Frauen und Kinder – von den Grenzposten in die Hauptstadt Chisinau oder in eines der Aufnahmezentren zu bringen.

  • Besonders hilfsbedürftige und verletzliche Personen (ältere Personen, Menschen mit Behinderungen oder Frauen mit Kleinkindern) versorgen wir – auch dank Unterstützung der Glückskette – in Ruhezonen mit dem Wichtigsten.

  • Die vor dem Krieg flüchtenden Menschen erhalten SIM-Karten sowie Internetzugang, damit sie mit ihren Angehörigen kommunizieren oder ihre Weiterreise organisieren können. Kinder können dank des Internetzugangs am digitalen Unterricht teilnehmen, den einige ukrainische Schulen anbieten.

Einblick in die Arbeit von Helvetas an der ukrainisch-moldawischen Grenze
  • Die Solidarität der moldawischen Bevölkerung ist enorm. Die lokalen Behörden und die Bevölkerung sind mit der benötigten Nothilfe aber überlastet. Aufgrund der steigenden Preise ist die Situation bei den Gastfamilien, die Geflüchtete aufgenommen haben, immer prekärer. Helvetas leistet – auch dank der Glückskette – finanzielle Hilfe für Gastfamilien, die oft selbst von einem niedrigen Einkommen leben oder besonders schutzbedürftig sind (zum Beispiel Haushalte, die von Frauen geführt werden oder solche mit körperlich und / oder geistig beeinträchtigten Mitgliedern). Dank unserer finanziellen Unterstützung können sie ihre Rechnungen bezahlen. Dieses Projekt wird von der DEZA unterstützt.

  • Helvetas gehört zu den wenigen internationalen Organisationen, die schon länger in Moldawien präsent sind. Wir beabsichtigen, von der akuten Nothilfe möglichst rasch zu mittelfristigen Massnahmen überzugehen; angedacht ist unter anderem, dass Geflüchtete in den lokalen Arbeitsmarkt integriert werden

Hilfe in der Ukraine

Helvetas hilft mit Unterstützung der Glückskette und zusammen mit Alliance 2015 – einem Netzwerk europäischer NGOs – auch in der Ukraine selbst. So konnten wir bereits Tausende Binnenflüchtlinge in der West-, Zentral- und Ostukraine mit warmen Mahlzeiten, Matratzen, Hygieneartikeln, Elektroöfen sowie mit Geldguthaben und Gutscheinen versorgen, damit sie das Wichtigste selbst einkaufen können.

Lokale Restaurants, Kantinen und Selbsthilfegruppen erhalten ebenfalls finanzielle Unterstützung, um den intern Geflüchteten kostenlose oder günstige Mahlzeiten anbieten zu können. Damit stützen wir gleichzeitig die lokale Wirtschaft.

Lviv_Ukraine_Hilfe_Binnenflüchtlinge | © Helvetas/Alverto Lores
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© Helvetas / Nenad Celarevic
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Moldovan - Ukrainian border | © Helvetas/Nenad Celarevic
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Stehen Sie den betroffenen Frauen, Kindern und Männern aus der Ukraine bei.
Jede Spende hilft!

FAQs – Fragen rund um die Ukraine Nothilfe

Helvetas engagiert sich seit 3 Jahren in Moldawien, einem im Südwesten der Ukraine angrenzendes Land, und kennt die konkreten aktuellen Bedürfnisse vor Ort sehr gut. Seit Kriegsausbruch organisiert Helvetas unter Hochdruck die Nothilfe, um die Geflüchteten zu unterstützen, die derzeit täglich ins Land kommen – vor allem Frauen und Kinder – aber auch, um die lokale Bevölkerung zu unterstützen, die jetzt Nothilfe für die Geflüchteten leistet und selbst teils kaum genug Geld hat, um die täglichen Nahrungsmittel einkaufen zu können. Helvetas arbeitet mit lokalen Organisationen und Behörden zusammen, ist sehr gut vernetzt, so dass wir mit Geldspenden schnell und effizient dort helfen können, wo es gerade am dringendsten ist.

Helvetas hilft den Geflüchteten in Moldawien mit dem, was diese gerade am dringendsten benötigen: Hilfe beim Transport und bei der Kommunikation sowie warme Ruhezonen direkt hinter der Grenze.

Zusammen mit unserer französischen Partnerorganisation Acted stellen wir Busse mit Fahrern bereit, um die Flüchtenden – vor allem Frauen und Kinder – von den Grenzposten in die Hauptstadt Chisinau oder in eines der Aufnahmezentren zu bringen.

Weiter erhalten die vor dem Krieg flüchtenden Menschen SIM-Karten sowie Internetzugang, damit sie mit ihren Angehörigen kommunizieren oder ihre Weiterreise organisieren können. Besonders hilfsbedürftige und verletzliche Personen (ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Frauen mit Kleinkindern) versorgen wir in von der DEZA zur Verfügung gestellten beheizten Zelten mit dem Wichtigsten.

Helvetas leistet auch in den durch die moldawischen Behörden bereitgestellten Aufnahmezentren – davon gibt es bereits mehr als 70 – Unterstützung, das heisst: Wir verteilen Hygienekits und Flyer mit wichtigen Informationen.

Zudem leistet Helvetas finanzielle Hilfe für Familien, die in Moldawien Geflüchtete aufnehmen und selbst von einem niedrigen Einkommen leben oder besonders schutzbedürftig sind – zum Beispiel Haushalte, die von Frauen geführt werden oder solche mit körperlich und / oder geistig beeinträchtigten Mitgliedern. Dank unserer finanziellen Unterstützung können die Gastfamilien ihre Wohnungen mit einfachen Mitteln umbauen – Fenster, Türen, Möbel reparieren oder ersetzen, die Wasserversorgung erneuern etc. – damit sie Geflüchtete bei sich zu Hause aufnehmen und beherbergen können. Dieses Projekt wird von der DEZA unterstützt.

Die Solidarität mit den aus der Ukraine geflüchteten Menschen ist eindrücklich. Allerdings ist es sehr wichtig, die Hilfe gut zu koordinieren und möglichst gezielt und effektiv die Menschen zu unterstützen, die es am dringendsten nötig haben. Darum arbeiten die Hilfswerke in enger Koordination miteinander und mit lokalen Organisationen und Behörden, welche am besten wissen, was jetzt gebraucht wird und wie man die Hilfe am effektivsten umsetzt.

Zudem sind hunderttausende Menschen sowieso schon unterwegs – mit der Hinreise von hier aus trägt man zur Belastung der Verkehrswege zu (Chaos). Auch Materiallieferungen sind nicht immer optimal (Lebensmittel, die ablaufen, Material, das vor Ort gar nicht gebraucht wird) und zudem aufwändig (Logistik).

Viele Menschen in der Schweiz wollen helfen – wir schätzen die grosse Solidarität ungemein! Falls Sie helfen möchten bitten wir Sie jedoch, eine Geldspende zu tätigen. 

Aus verschiedenen Gründen können wir Materialspenden nicht entgegennehmen: Die aktuelle Lage vor Ort ist sehr ungewiss, eine grosse Flexibilität ist nötig. Aktuell flüchten täglich tausende von Menschen in das kleine, arme Land Moldawien. Es ist sinnvoll, vor Ort über den Einsatz von Geldern zu entscheiden. Da Helvetas eng mit lokalen Organisationen und Behörden zusammenarbeitet und vernetzt ist, können wir mit Geldspenden schnell und effizient dort helfen, wo es gerade am dringendsten ist. Zudem ist Abwicklung und Logistik im Umgang mit Sachspenden wie z.B. Kleidern zeitintensiv und teuer.

Die ersten dringenden Aktionen machen wir mit unseren lokalen und angestammten Partnern. Wir haben aber auch damit begonnen, uns mit anderen Schweizer Organisationen, die ebenfalls in Moldawien präsent sind oder werden wollen, zu koordinieren. Ziel ist, dass die verschiedenen Akteure sich ergänzen. Zum einen geografisch, zumal es unterschiedliche Grenzübergänge gibt und verschiedene Aufnahmezentren, aber auch punkto Art der Hilfsgüter.