© Helvetas / Simon B. Opladen
Nepal

Kleinunternehmen für eine Zukunft im eigenen Land

© Helvetas / Simon B. Opladen

Für die 400'000 Jugendlichen, die in Nepal jedes Jahr auf den Arbeitsmarkt drängen, gibt es zu wenig Arbeit. Ein Helvetas-Projekt ermöglicht sozial benachteiligten jungen Menschen den Aufbau eigener Unternehmen, die wiederum neue Arbeitsplätze schaffen.

  • Projektname
    ELAM – Förderung von Kleinunternehmen
  • Projektphase
    2017 bis 2020
  • Finanzierung
    Dieses Projekt wird durch Spenden finanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Nachhaltige Wirtschaft

Bananenpapier und ätherische Öle

Nepal wurde in den letzten Jahrzehnten für viele Länder zum Reservoir für billige Arbeitskräfte – mit allen Chancen und Nachteilen, die das mit sich bringt. Ein Projekt für technische Innovation und die Förderung kleiner Unternehmen trägt dazu bei, in Nepal Kleinunternehmen zu etablieren, und zeigt auf, wie das Geld, das Familienmitglieder aus der Migration nach Hause schicken, sinnvoll dafür investiert werden kann.

Von den weit über 400'000 Jugendlichen, die in Nepal jedes Jahr auf den Arbeitsmarkt kommen, verlassen 100'000 das Land, um etwa in Malaysia oder den Golfstaaten Arbeit zu suchen. Auf den Baustellen und in den Haushalten im Ausland werden Migrantinnen und Migranten allzu oft ausgebeutet. Ihre Geldüberweisungen in die Heimat machen jedoch mehr als 30 Prozent des Bruttosozialprodukts von Nepal aus. Dank der Arbeitsmigration haben schon hunderttausende Familien aus der Armut herausgefunden. Sie haben ein Haus gebaut, Konsumgüter gekauft oder ihre Kinder auf Privatschulen geschickt. Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt aber sind minimal.

Ihre Spende ist wichtig

Damit Familien Zugang zu sauberem Wasser bekommen, Kinder in die Schule gehen und Jugendliche eine Berufsausbildung machen können. Oder Bauern höhere Erträge erwirtschaften.
Jetzt mithelfen und spenden
© Helvetas / Simon B. Opladen
Aus dem Strunk von Bananenstauden lässt sich Viehfutter herstellen – und Papier. © Helvetas / Simon B. Opladen
1/8
© Helvetas / Simon B. Opladen
Aus dem Strunk von Bananenstauden lässt sich Viehfutter herstellen – und Papier. © Helvetas / Simon B. Opladen
2/8
© Helvetas / Simon B. Opladen
Aus dem Strunk von Bananenstauden lässt sich Viehfutter herstellen – und Papier. © Helvetas / Simon B. Opladen
3/8
© Helvetas / Simon B. Opladen
Die Kleinunternehmerinnen verarbeiten die Bananenstauden zu einer homogenen Masse.  © Helvetas / Simon B. Opladen
4/8
© Helvetas / Simon B. Opladen
Aus der homogenen Masse schöpfen die Kleinunternehmerinnen von Hand Papier. © Helvetas / Simon B. Opladen
5/8
© Helvetas / Simon B. Opladen
Zum Schöpfen von Papier benutzen die Kleinbäuerinnen einfache Rahmen. © Helvetas / Simon B. Opladen
6/8
© Helvetas / Simon B. Opladen
Zum Schöpfen von Papier benutzen die Kleinbäuerinnen einfache Rahmen. © Helvetas / Simon B. Opladen
7/8
© Helvetas / Simon B. Opladen
Zum Schöpfen von Papier benutzen die Kleinbäuerinnen einfache Rahmen. © Helvetas / Simon B. Opladen
8/8

Im Rahmen des Helvetas-Projekts werden sozial benachteiligte junge Menschen dabei unterstützt, selber zu Kleinunternehmerinnen und -unternehmern zu werden: Aus Pfefferminze, Eukalyptus oder Zitronengras destillieren sie ätherische Öle. Stämme von Bananenstauden werden zu Papier oder Garn verarbeitet. Holzkohlestaub wird zu Pellets. Ungebrannte Lehmziegel werden mit Zement haltbarer gemacht.

Interessierte lernen dabei nicht nur, neue Produkte herzustellen, sondern werden auch mit den Grundlagen des Unternehmertums bekannt gemacht: wie man einen Businessplan erstellt, eine Buchhaltung führt, Gewinne reinvestiert. Ziel ist es, dass auch ein Teil der Überweisungen von Migranten aus dem Ausland von den Familien in die Kleinunternehmen investiert werden. So helfen die Erträge aus der Arbeitsmigration, den einheimischen Arbeitsmarkt zu verbessern. Denn die neu entstandenen Kleinunternehmen schaffen wiederum Arbeitsplätze im eigenen Land.

© Helvetas / Simon B. Opladen
«Ich liebe es, bei einem neuen Haus die Schlosserarbeiten zu machen. Ich war Neuling. Im Kurs habe ich genau das gelernt, was ich wissen musste, um mit der Arbeit anzufangen.»

Hem Raj Sapkota, 26, Bauspengler und Schlosser in Dhangadhi, Nepal

Nachhaltige Wirtschaft

Armutsbetroffene Menschen profitieren nicht immer vom wirtschaftlichen Wachstum. Gleichzeitig verhindert Armut, dass eine wirtschaftliche Dynamik in Gang kommt.

Wie wir Menschen in Nepal unterstützen

In Nepal startete Helvetas 1956 ihre ersten Projekte. Das Programm hat sich seither ausgeweitet von Berufsbildung über Brückenbau bis zu Katastrophenschutz.