© Helvetas / Narendra Shrestha
Nepal

Hängebrücken für sichere Wege

© Helvetas / Narendra Shrestha

Die Hängebrücken in Nepal sind eines der erfolgreichsten Projekte von Helvetas. Heute werden die Brücken von der Zentralregierung und den regionalen Planungsbehörden geplant. Helvetas berät die Behörden und fördert in den Dörfern die Bildung demokratisch gewählter Brückenkomitees.  

  • Projektname
    Planung und Bau von Hängebrücken
  • Projektphase
    2014 bis 2019
  • Finanzierung
    Dieses Projekt ist ein Mandat der Deza.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Ländliche Strassen und Brücken

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7000 echte Veränderungen

In Nepal stehen mehr als 7000 Hängebrücken, die mit Unterstützung von Helvetas gebaut wurden. Jede dieser Brücken macht die Wege von durchschnittlich 1800 Anwohnerinnen und Anwohnern kürzer und sicherer. Nach dem Bau einer neuen Hängebrücke nehmen 21 Prozent mehr Kinder den Schulweg unter die Füsse. In Gesundheitszentren steigen die Konsultationen um 32 Prozent an, und bei 39 Prozent aller Brücken werden neue Läden, Imbissbuden oder Reparaturwerkstätten eröffnet.  

Die Hängebrücken von Nepal sind ein herausragender Erfolg der Entwicklungszusammenarbeit. Seit vielen Jahren sind es nepalesische Ingenieure, die die Brücken berechnen, nepalesische Techniker, die den Bau leiten. Auch die Planung neuer Brücken liegt schon seit langer Zeit in der Kompetenz der zuständigen Regierungsstellen.

Bei der Finanzierung ist die Regierung von Nepal auf internationale Geldgeber angewiesen. Unter ihnen ist auch die Deza. Im ihrem Auftrag begleitet Helvetas die zentralen und regionalen Planungsbehörden mit Beratung, Schulung und Supervision der administrativen Abläufe. So ist garantiert, dass die Mittel korrekt und effizient eingesetzt werden. Ausserdem organisiert Helvetas Kurse für die Aus- und Weiterbildung von Technikerinnen und Technikern.

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Gefährlicher Schulweg: Viele Schulkinder in Nepal müssen sich auf abenteuerliche Konstruktionen verlassen, um Flüsse zu überqueren. © Helvetas
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Eine Hängebrücke macht nur den Schulweg sicher. Und sie öffnet den Weg zu Märkten und Krankenhäusern. © Helvetas
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Die Brücken sind mehr als nur Infrastrukturbauten. Jede Brücke, die gebaut wird, fördert den Gemeinsinn und die Mitbeteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner. An insgesamt 2300 Arbeitstagen schleppen sie Sand heran, behauen Steine und zerkleinern Felsstücke zu Kies und machen die Brücke so zu ihrer Brücke.

Es wird keine Brücke gebaut, ohne dass die lokale Bevölkerung sich öffentlich dazu äussern konnte. Und bei jeder Brücke wird in einer öffentlichen Veranstaltung überprüft, ob die Qualität stimmt und die Gelder sachgerecht verwendet wurden. Partnerorganisationen von Helvetas helfen bei der Gründung von Brückenkomitees, die als Vertretung der Bevölkerung den Betrieb und den Unterhalt der Brücke garantieren.

Helvetas achtet darauf, dass in diesen Komitees auch Frauen und Angehörige benachteiligter Volksgruppen vertreten sind, die im öffentlichen Leben sonst wenig oder nichts zu sagen haben. Für viele Mitglieder ist das ein erster Schritt zur politischen Teilhabe. Damit wird jede Hängebrücke auch zum Übungsort für Demokratie.     

Das Programm für Hängebrücken in Nepal ist ein Mandat der Deza, das von Helvetas umgesetzt wird.

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«Dank der Brücke habe ich viel Kundschaft. Aber am wichtigsten ist mir, dass meine Kinder jetzt einen sicheren Schulweg haben.»

Amritha Bhandari, Hariharpur, Mutter und Inhaberin eines Imbissrestaurants an der Ranighat-Hängebrücke, Nepal

Wasser

Den Ärmsten steht oft nur verunreinigtes Wasser zur Verfügung. Wir verschaffen jährlich bis zu 500’000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen.

Wie wir Menschen in Nepal unterstützen

In Nepal startete Helvetas 1956 ihre ersten Projekte. Das Programm hat sich seither ausgeweitet von Berufsbildung über Brückenbau bis zu Katastrophenschutz.