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Bhutan

Bauberufe mit Zukunft für junge Männer und Frauen

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Weil im boomenden Himalayastaat Baufachleute fehlen, holen sich die Unternehmen erfahrene Arbeiter aus dem umliegenden Ausland. Gleichzeitig sind viele junge Bhutanerinnen und Bhutaner arbeitslos. Helvetas fördert Berufslehren und Kurzausbildungen in der Baubranche.

  • Projektname
    Berufsbildung in der Baubranche
  • Projektphase
    2018 bis 2022
  • Finanzierung
    Dieses Projekt wird durch Spenden finanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Grund- und Berufsbildung
    Engagement in Städten

Junge Leute, die das Land neu bauen

Berufsbildung hat mit dem rasanten Wachstum nicht Schritt halten können, auch wenn sie für die Regierung hohe Priorität hat. Viele der jungen Menschen, die auf den Arbeitsmarkt kommen, haben zwar eine gute Schulbildung, sind für handwerkliche Berufe aber nicht ausgebildet.

Besonders ausgeprägt ist der Mangel an Fachkräften in der Baubranche, die zusammen mit der Stromproduktion ein Drittel der bhutanischen Wirtschaftsleistung ausmacht. Der Mangel hat zwei Gründe: Die staatliche Berufsbildung liegt in den Bauberufen weit hinter den Anforderungen zurück, und ein Bauberuf gilt unter Jugendlichen als wenig attraktiv.

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In den Berufsbildungszentren in Bhutan werden junge Frauen und Männer in bauhandwerklichen Berufen ausgebildet.  © Helvetas
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Im Land fehlt es an qualifizierten Arbeitskräften. © Helvetas
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Theorielektionen im Klassenzimmer gehören auch dazu. © Helvetas
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Viel Wert wird jedoch auf die praktische Ausbildung gelegt, wie hier in der Metallverarbeitung. © Helvetas
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In Bhutan wird vor allem im traditionellen Stil gebaut, die angehenden Schreinerinnen und Schreiner erlernen die dafür notwendigen Fertigkeiten. © Helvetas
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In der Schulkantine essen die Lernenden gemeinsam und können sich austauschen. © Helvetas
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Das Helvetas-Projekt für Berufsbildung in der Baubranche nimmt beide Herausforderungen auf. Für zehn Bauberufe – von der Maurerin bis zum Elektriker – wurden Lehrpläne überarbeitet, Praktikumspläne erstellt und 36 Lehrpersonen ausgebildet. In den beiden Berufsbildungszentren des Landes bereiten sich pro Jahrgang 300 junge Männer und Frauen für ihre Arbeit auf dem Bau vor. Der theoretische und praktische Unterricht an der Schule wird durch ein dreimonatiges Praktikum in einem in Bauunternehmen ergänzt. Ausserdem absolvieren 1200 Lernende jedes Jahr eine Kurzausbildung, die bis zu drei Monate dauern kann.

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Auch viele junge Frauen lassen sich in handwerklichen Berufen ausbilden. © Helvetas
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Eine angehende Maurerin lernt die Grundlagen ihres Handwerks kennen. © Helvetas
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Eine angehende Maurerin lernt die Grundlagen ihres Handwerks kennen. © Helvetas/Singye Wangchuk
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Wie alle öffentlichen Gebäude sind in Bhutan auch die Berufsschulen im traditionellen Stil gebaut. © Helvetas
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Lange war Bhutan abgeschottet, heute sind die Jungen auch hier über Social Media und Internet mit der Welt in Kontakt. © Helvetas
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Wo viel gearbeitet wird, dürfen Sport und Erholung nicht fehlen. © Helvetas / Sonam Wangdi
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In Zusammenarbeit mit dem Arbeitsministerium, den Berufsbildungszentren und interessierten Bauunternehmen hat Helvetas den Rahmen für die Ausbildung definiert und auf die Erfordernisse der Branche ausrichtet. Gerade weil sie an diesem Prozess beteiligt waren, setzen sich Unternehmer jetzt stärker für die Berufsbildung ein und vertrauen darauf, dass die Absolventen und Absolventinnen der Ausbildungen – rund 40 Prozent davon sind Frauen! – über einen gut gefüllten Arbeitsrucksack verfügen.

Die Zusammenarbeit mit Regierungsstellen wie auch Sensibilisierungskampagnen für die Öffentlichkeit sollen dafür sorgen, dass die Bauberufe als das wahrgenommen werden, was sie sind: wichtige Träger und Motoren für die Entwicklung des Landes.

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«Ich wusste schon früh, dass ich Sanitärinstallateurin werden möchte. Und es hat geklappt!»

Sangay Yangzom, 18, Sanitärinstallateurin in Ausbildung, Bhutan

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