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Vietnam, Laos, Myanmar

Ethisch handeln mit pflanzlichen Rohstoffen

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Die Länder der Mekong-Region haben in den letzten Jahrzehnten schnelles wirtschaftliches Wachstum und eine Urbanisierung erlebt, allerdings auf Kosten zunehmender Ungleichheit und starker negativer Auswirkungen auf die Umwelt und die Biodiversität. BioTrade, der ethische Handel mit pflanzlichen Rohstoffen, ist eine Lösung für diese Länder, um High-End-Märkte mit verbesserter Qualität und Mehrwertprodukten zu erschließen und gleichzeitig die Artenvielfalt zu schützen und nachhaltige Nutzung und soziale Ethik als feste Werte zu integrieren. Mit der Etablierung eines neuen BioTrade-Geschäftsmodells schafft das Regionale Biotrade-Projekt die notwendigen Dienstleistungen für BioTrade.

  • Projektname
    BioTrade – Ethischer Handel mit pflanzlichen Grundstoffen
  • Projektphase
    2016 bis 2024
  • Finanzierung
    Dieses Projekt ist ein Seco-Mandat.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Nachhaltige Wirtschaft

Schön und gesund

Mehr Fleisch. Mehr Palmöl. Mehr Reis. Mehr alles. Und das möglichst billig. Der Export von grossflächig angebauten Nahrungsmitteln belastet die Gesundheit der Arbeitenden und die Umwelt. Natürliche Ökosysteme mit hoher Biodiversität geraten unter Druck. Das ist auch in Vietnam, Laos und Myanmar so.

Der Export von Kräutern, Blüten, Wurzeln und Pflanzensäften in Industrieländer ist eine Alternative zur Massenproduktion. Was in Südostasien seit Generation genutzt wird, um Krankheiten zu heilen oder die Schönheit zu erhalten, ist auch in der phytopharmazeutischen und der kosmetischen Industrie in Industrieländern zunehmend gefragt. Für Länder wie Vietnam, Laos, Kambodscha und Myanmar ist der so genannte BioTrade eine Chance. Er schützt die Wälder, weil viele der Pflanzen nur in intakten Ökosystemen gedeihen. Er schafft Arbeitsplätze, denn das Sammeln oder Anbauen der gesuchten Pflanzen ist arbeitsintensiv. Und wenn die Preise fair sind, verbessert sich das Einkommen aller Beteiligten, der Sammlerinnen und Bauern ebenso wie der Arbeiterinnen und Angestellten in der Verarbeitungs- und Handelskette.

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Der Export von Kräutern, Blüten, Wurzeln und Pflanzensäften ist eine Alternative zu Monokultur und Massenproduktion. © Helvetas
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BioTrade fördert den Schutz der Wälder, weil viele der Pflanzen nur in intakten Ökosystemen gedeihen. © Helvetas
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Zimtrinde gehört zu den Produkten, mit denen Minderheiten wie die Dao in Vietnam ein Einkommen erwirtschaften können. © Helvetas
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Die Rinde wird lokal getrocknet und weiterverarbeitet. Das schafft Arbeitsplätze für Frauen aus der Region. © Helvetas
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In einem regionalen Projekt für den BioTrade in Südostasien arbeitet Helvetas mit Händlerinnen und Händlern, Verarbeitern, Export- und Importunternehmen zusammen, die die nachhaltige Nutzung der Umwelt und soziale Ethik als feste Werte in ihr Geschäft integrieren. Im Zentrum steht die Zusammenarbeit mit ausgewählten lokalen Firmen, die auf diesen Prinzipien mit lokalen Anbietern arbeiten und entsprechende internationale Absatzkanäle suchen.

Helvetas stellt die eigenen Erfahrung bei der Entwicklung neuer Märkte allen Beteiligten zur Verfügung und bringt die Firmen mit Expertinnen und Beratern in Kontakt. Ziel ist es, ein Netz von Dienstleistern zu schaffen, die alle ein Ziel haben: den nationalen und internationalen Handel mit ethisch produzierten Naturrohstoffen zu fördern.

In der ersten Phase des Regionalen Biotrade-Projekts in Südostasien arbeitete Helvetas mit Händlern, Dienstleistern und Import- und Exportunternehmen zusammen, die die Kernwerte der nachhaltigen Nutzung der Umwelt und der Sozialethik in ihre tägliche Geschäftspraxis integrieren. Das neue BioTrade Konzept wurde erfolgreich in die regionalen Lieferketten eingeführt und es wurden neue Exporte von Biotrade-Produkten aus Ländern der Mekong-Region etabliert.

Nach diesen Erfolgen legt das Projekt nun einen größeren Fokus auf die geschäftsunterstützenden Dienstleistungen und die Kommunikation, die in diesem Sektor benötigt werden. Helvetas arbeitet mit den Akteuren des Marktsystems zusammen und trägt so dazu bei, das die Funktionsweise des Systems dauerhaft verändert wird. Helvetas trägt zur Selbsterhaltung des Biotrade-Sektors sowie zu einem gerechten und nachhaltigen Wirtschaftswachstum der Region bei.

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Frauen der Dao-Minderheit auf dem Heimweg mit frisch gepflückten Teeblättern aus den alten Shan-Teegärten. © Helvetas
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Dao-Frauen sammeln im Wald wildwachsende Heilpflanzen. © Helvetas
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In einem Kurs lernen Bäuerinnen und Bauern, wie sie selber Heilpflanzen anbauen können. © Helvetas
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Nachhaltige Wirtschaft

Armutsbetroffene Menschen profitieren nicht immer vom wirtschaftlichen Wachstum. Gleichzeitig verhindert Armut, dass eine wirtschaftliche Dynamik in Gang kommt.

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