Die Fischerin Dhana Davi Nath, 35, Nepal | © Helvetas

Frauenförderung in Nepal – Ein Projektbesuch

Seit mehr als zwei Monaten ist Sabine Schweidler, zuständig für das Women-Empowerment-Projekt, zurück im Schweizer Helvetas-Büro – ihre Erinnerungen an die Projektreise in Nepal sind aber noch sehr präsent. Hier noch einmal für alle, die Sabine Schweidlers Blog aus Nepal nicht live mitverfolgen konnten, ihre gesammelten Eindrücke von Tag 1 bis Tag 13. Fotografin Flurina Rothenberger hat den Charme des faszinierenden Himalaya-Landes mit der Kamera festgehalten.
VON: Sabine Schweidler – 28. Mai 2018
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Ich freue mich sehr, dass Sie uns auf unserem Projektbesuch vom 14. bis 28. März 2018 durch Nepal begleiten und ich Ihnen mit diesem Blog einen vertieften Einblick in die Programme geben kann, die Sie mit Ihrem wertvollen Engagement unterstützen. Gleichzeitig freue ich mich darauf, Ihnen auch schöne Seiten dieses Landes näher zu bringen.

Zuerst werde ich Ihnen im Büro Helvetas Nepal in Kathmandu das Team für den Feldbesuch vorstellen- Von dort fahren wir in den nördlich gelegenen District Sindhupalchok nach Melamchi und danach in die abgelegenen Dörfer. Die Region Sindhupalchok war vom heftigen Erdbeben 2015 besonders betroffen. Nach der Nothilfe, die Helvetas damals auch dank Ihrer Unterstützung für die Erdbebenopfer leisten konnte, sind wir in dieser Region heute noch engagiert. Wir bilden lokale Fachkräfte aus, die den Wiederaufbau selbständig umsetzen können – vor allem für erdbebensichere Häuser und Wasserversorgungen. Dabei berücksichtigen wir insbesondere die schwächsten Glieder in der Gesellschaft, die unteren Kasten und die Frauen. Sie werden gezielt gefördert und beispielsweise auch in Berufen ausgebildet, die bis anhin Männern vorbehalten waren.

Unser zweiter Stop führt uns in den District Jhapa nach Damak und die umliegenden Dörfer. Wir werden dort Frauen antreffen, die eigenes Land am Rand von Flussbetten erhalten haben. Dort können sie in der Trockenzeit Gemüse anbauen und so ihr Leben positiv und nachhaltig verändern. Schliesslich besuchen wir noch ein Dorf, das dank einer Hängebrücke einfacheren Zugang zu Schulen, Gesundheitsstation und Markt erhalten hat. Um zu erfahren, wie dies das Leben der Leute und insbesondere der Frauen verändert hat.

Tag 1  Ankunft in Kathmandu & Besuch im Büro Helvetas Nepal (15.3.)

Endlich ist es soweit! Nach langen Vorbereitungen sind Flurina Rothenberger (Fotografin) und ich heute in Kathmandu angekommen. Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel ging es gleich weiter ins Büro von Helvetas Nepal, wo wir vom anwesenden Team herzlich empfangen wurden. Als letzte Vorbereitung für den Feldbesuch erhielten wir das obligatorische Security-Briefing mit nützlichen Sicherheitshinweisen und Informationen über die aktuelle politische Lage in Nepal.

Mit der Einführung der neuen Verfassung im 2015 wird Nepal von einem zentralistisch geführten Staat in ein föderalistisches System mit 7 Provinzen und 753 Bezirken und deren lokalen Gemeinden überführt. Ein bedeutender Schritt. Als erste Stufe haben die lokalen Gemeinden vor neun Monaten nun begonnen, ihre Funktion zu übernehmen – insgesamt wird dieser Wandel noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Das geplante Teamfoto hat nicht stattgefunden, stattdessen hatte ich die Gelegenheit, mich mit Mona Sherpa, Stv. Landesdirektorin, über die Frauenförderung in Nepal zu unterhalten, welche auch dank Ihrem wertvollen Engagement stattfinden kann. Dabei ist auch dieses Bild entstanden:

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Mona Sherpa (links) setzt sich seit vielen Jahren für die Würde und Rechte der Frauen in ihrem Land ein. © Helvetas

Morgen machen wir uns um 6.30 Uhr  auf den Weg in Richtung Sindhupalchok. Ich freue mich, wenn Sie mich weiterhin auf dem Blog besuchen werden!

Tag 2 – Besuch der Water Supply & Sanitation Users Group, Melamchi (16.3.)

Das frühe Aufstehen war es wert. Wir fahren durch eine im Morgenlicht erstrahlende Hügellandschaft von Kathmandu nach Melamchi (Sindhupalchok), begleitet von den schneebedeckten Gipfeln des Himalaya-Gebirges. Was für ein sagenhaft schönes Land!

Im Helvetas District Office in Melamchi werden wir vom Team bereits für die weitere Tagesplanung erwartet. Unser Besuch gilt dem Komitee der «Water Supply & Sanitation User Group» in der nahegelegenen Pakhrin Tole Community. Denn dieses Komitee ist für das Wasser zuständig, das von einem gemeinsamen Wassertank seit kurzem in die 36 Haushalte der Community fliesst. Begrüsst werden wir nicht nur vom Komitee (bestehend aus einem Mann und acht Frauen), sondern gleich von ganz vielen Frauen der Gemeinde. Denn Wasser ist Frauensache.

Glücklicherweise hat sich für die Frauen hier diesbezüglich vieles vereinfacht. Seit den Wasserprojekten, die durch Helvetas im Rahmen des Wiederaufbaus realisiert werden, holen sie das Wasser vor der Haustüre und nicht mehr an der rund 1km entfernten, öffentlich zugänglichen Wasserstelle. Das Komitee trifft sich regelmässig, wobei neben dem Sicherstellen einer nachhaltigen Wasserversorgung auch Themen wie Hygiene und Gesundheit angegangen werden.

Es war schön, dass wir uns für den Besuch einen Nachmittag Zeit nehmen konnten. Diese haben wir gut genutzt und auch viel mit den Frauen gelacht – zum Beispiel auch mit Fulmati, die von den anderen auch liebevoll Fulmaya (Ful = Blume, Maya = Liebe) genannt wird.

Wir sind morgen in Melamchi und werden uns mit Frauen treffen, die im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau nach dem Erdbeben an Trainings teilgenommen haben in atypischen Frauenberufen. Für heute ist Schluss, herzliche Grüsse aus Nepal!

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Water Supply & Sanitation Users Group and Friends, Melamchi © Helvetas
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Fulmati (Fulmaya), 73 Jahre, Mitglied der Water Supply & Sanitation Group in Melamchi
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Tag 3 – Besuch bei der Schreinerin Sima Tamang (17.3.)

Heute waren wir bei Sima Tamang und ihrer Familie zu Gast. Sima hat sich in einem Trainee-Programm von Helvetas zur Schreinerin ausbilden lassen. Sie wollte wissen, wie sie die Holzarbeiten für ihr neues Haus ausführen muss. Eine gleiche Ausbildung wird für den Maurerberuf angeboten. Ziel der Ausbildungen ist, die vom Erdbeben betroffenen Menschen zu unterstützen, mit den erworbenen Fähigkeiten ihre neuen Häuser mit vereinten Kräften aufzubauen. Simas Haus steht. Es wurde bereits im Rahmen der Ausbildung von den Trainees und mit den bereitgestellten Ressourcen von Helvetas fertiggestellt.

Der Tag mit Sima und ihren Kindern war sehr bereichernd. Wir haben sie als selbstbewusste Frau kennengelernt, die sich mutig dazu entschlossen hat, einen Beruf zu erlernen, der bis anhin fast nur von Männern ausgeübt wurde.

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Sima Tamang mit ihren Kindern vor dem neuen Haus in Melamchi © Helvetas

Tag 4 – Sunita, die Maurerin von Kiul (18.3.)

Heute haben wir viel erlebt. Um für die Bilder das schöne Morgenlicht zu erwischen, sind wir um 7 Uhr los. Wir wollten uns mit Sunita der Maurerin treffen. Sunita hat die Maurerausbildung von Helvetas absolviert, um wie Sima auch, das Haus ihrer Familie neu aufzubauen. Unsere stündige Fahrt ging durch eine hügelige Landschaft und wir kamen an einer der vielen Helvetas Hängebrücken vorbei, die den Menschen den Weg über Flüsse und Schluchten vereinfachen.

Sunita treffen wir auf der Baustelle an. Obwohl auch in Nepal am Sonntag offiziell nicht gearbeitet wird, empfangen uns neben Sunita eine ganze Gruppe von Maurern und Schreinern. Denn das Haus eines Nachbarn soll in einer Woche fertig sein, damit die Familie endlich umziehen kann. Sunita steht in mitten der Männer und lacht. Sie ist die einzige Frau auf dem Bau. Ihre Aufgabe ist es, die Maurer und Schreiner anzuleiten, damit das Haus nach Helvetas Standard gebaut wird. Obwohl sie in einem für Frauen atypischen Beruf arbeitet, wird sie von den Männern aufgrund ihres Fachwissens akzeptiert und geschätzt.

Gemeinsam mit Sunita machen wir uns später auf den Weg zu ihrer Familie. Wir möchten nun auch sehen wie das Elternhaus geworden ist, das sie mit anderen Trainees nach der Ausbildung gemeinsam gebaut hat.

Wir werden von ihren Eltern wärmstens empfangen und dürfen wenig später am Tisch Platz nehmen. Sunitas Mutter lässt es sich nicht nehmen, für uns ein köstliches Dal Bhat Tarkari zu kochen (ein klassisches nepalesisches Gericht mit Linsen (Dal), Bhat (Reis), Tarkari (Gemüse-Curry). Wir nehmen dankend an, da wir nicht gefrühstückt hatten und unsere Mägen knurren.

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Mutter Bhagawati in ihrer Küche © Helvetas

Gestärkt besichtigen wir Sunitas Elternhaus. Mindestens so stolz wie sie selber, sind ihre Eltern auf ihre Tochter. Sie stärken ihrer Tochter den Rücken und möchten, dass sie als Frau auf eigenen Beinen stehen kann. Wie wir Sunita kennengelernt haben, ist sie auf dem besten Weg dazu, ein unabhängiges Leben zu führen.

Wir geniessen noch einmal die Aussicht in die Berge, bevor wir die steile Strasse hinunterfahren, die erst seit Kurzem den Weg ins Tal erleichtert…

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Sunita mit ihren Eltern vor dem neu erbauten Elternhaus © Helvetas

Tag 5 – Der Brunnen von Roshani (19.3.)

Wir sind nun fünf Tage unterwegs, um uns mit den Menschen zu treffen, die durch die Programme von Helvetas eine positive Veränderung erfahren haben. Heute sind wir los um zu erfahren, was für einen Einfluss es auf das Leben einer Familie haben kann, wenn der Brunnen gleich vor dem Haus steht. Und wir haben eine Frau getroffen, deren Geschichte mich speziell berührt hat. Aber von vorne:

Wir fuhren erst kurz vor dem Mittag los, weil wir heute das Abendlicht zum fotografieren nutzen wollten. Unser erster Besuch galt den Frauen von Mashhoriya. Im Rahmen des Wiederaufbaus wurden von Helvetas in dieser Gemeinde für 79 Haushalte Brunnen gebaut. Gleichzeitig wurde ein Komitee gewählt, das sich um die Instandhaltung der Brunnen kümmert.  Wir wollten wissen, was sich für die Frauen der Gemeinde verbessert hatte, seit die Brunnen stehen.

Unser Empfang war sehr herzlich und nach einer ausgiebigen Vorstellungsrunde fingen sie an zu erzählen: Früher mussten sie, um Wasser zu holen, 30 Minuten laufen. Dann wurde ein öffentlicher Brunnen gebaut. Dies war schon sehr viel leichter, aber wenn Andrang herrschte konnte es gut sein, dass die Frauen für einen Liter Wasser eine Stunde anstehen mussten.

Mit den neuen privaten Brunnen sind sie viel flexibler und es spart Zeit. Zeit, die sie für Arbeiten auf dem Feld oder für Haushalt und Kinder nutzen können. Für die Wartung der Brunnen zahlen sie deshalb gerne monatlich die vom Komitee festgelegten 25 Rupien.

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Water Supply and Sanitation Users Group and Friends, Mashhoriya © Helvetas

Nach einer herzlichen Verabschiedung und der Besichtigung der Brunnen fuhren wir weiter nach Nayabasti, der Ort unseres zweiten Besuches. Wir wollten Roshani besuchen, vor deren Haus seit rund neun Monaten nun ein Brunnen steht. Und Roshani fängt an zu erzählen. Sie erzählt, dass sie noch vor einem Jahr nicht gewusst hat, mit was sie das Abendessen für ihre Familie kochen soll. Und auch nicht, wie sie es anstellen sollten, dass ihre Kinder weiter in die Schule können.

Für das Wasser am öffentlichen Brunnen musste sie jeweils so lange anstehen, dass ihr für die Arbeit zuhause zu wenig Zeit blieb. Und das bewässern ihres Gartens hinter dem Haus war so fast nicht möglich. So reichte die Ernte nicht mal für die Bedürfnisse der Familie und ans verkaufen auf dem Markt war nicht zu denken.

Seit sie einen eigenen Brunnen haben, hat sie genug Zeit, um sich daneben noch um den Garten und das Feld zu kümmern und kann auch ausreichend bewässern. Für die Familie hat sich dadurch existentiell etwas geändert. Roshani hat gute Ernten. So gut, dass sie sich um das nächste Essen keine Sorgen mehr machen muss. Und sie kann das Gemüse auf dem Markt verkaufen. Die Kartoffeln, die ihre Schwiegermutter für uns kocht schmecken auch uns hervorragend!

Ihr Mann hat während der Brunnenbauphase an einer zehntägigen Ausbildung von Helvetas teilgenommen und kann deshalb nun als bezahlte Fachkraft bei anderen Brunnenbauprojekten arbeiten. Zusammen verdienen sie genug Geld, dass sie auch ihre Kinder in die weiter entfernte Schule schicken können und auch deren Unterkunft bezahlen können. Innert einem Jahr hat sich im Leben von Roshani und ihrer Familie unglaublich viel zum Positiven gewendet. Wir freuen uns für Roshani und verabschieden uns von ihr – was für ein Tag!

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Roshani Sapkota neben ihrem Brunnen in Nayabasti © Helvetas
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Kartoffeln aus dem Garten von Roshani, extra für uns gekocht. © Helvetas
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Mädchen in Roshanis Garten © Helvetas
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Tag 6 – "Home" Office in Melamchi (20.3.)

Heute haben wir einen Zwischentag eingeschoben und sind in Melamchi geblieben. Flurina war mit der Bildauswahl und dem indexieren beschäftigt, während ich die Gesprächsnotizen der gestrigen Interviews noch niederschrieb.

Am Nachmittag besuchten wir das Helvetas Büro, um den Ablauf des morgigen Tages zu besprechen. Denn morgen werden wir uns mit einer Frau treffen, die als Buchhalterin für das Bewässerungssystem ihrer Gemeinde angestellt ist. Wir freuen uns sehr darauf, ihre Geschichte zu hören!

Und da wir von Melamchi selber noch nicht viel mitbekommen haben, machten wir uns auf, um die Umgebung zu erkunden. Wir gingen hinunter zum gleichnamigen Fluss, der am Dorf vorbei fliesst und liefen von dort zurück bis zu unserer Unterkunft. Dabei sind diese Bilder entstanden:

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Mit der Fotografin Flurina Rothenberger (links) © Helvetas
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Hauptstrasse von Melamchi © Helvetas
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Auf dem Weg von der Hauptstrasse hinunter zum Fluss © Helvetas
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Abendstimmung am Fluss © Helvetas
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Tag 7 – Die starken Frauen von Halde (21.3.)

Heute fuhren wir um 6.30 Uhr los – wir wollten unbedingt das beste Licht einfangen für die Bilder und hatten uns für den heutigen Tag viel vorgenommen. Unterwegs machten wir kurz halt, tranken in einer lokalen Imbissbude schnell noch eine Tasse Kaffee und schon ging es weiter nach Halde, einem kleinen Dorf, rund eine Stunde von Melamchi entfernt.

Wir waren mit Mitgliedern der «Halde Irrigation Users Group» verabredet.

Halde liegt erhöht zwischen Hügeln und wir werden umgeben von Feldern und bepflanzter Gärten empfangen. Das war nicht immer so. In Halde zerstörte das Erdbeben 2015 das Bewässerungssystem für die Felder vollständig, so dass das Wasser fehlte, um diese zu bewirtschaften. Damit fehlte die Lebensgrundlage der Dorfgemeinschaft, die für den Eigenbedarf Reis, Kartoffeln und Weizen anpflanzte.

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Irrigation Users Group, Halde © Helvetas
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Bewirtschaftete Felder in Halde © Helvetas
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Gemeinsam mit Helvetas plante die Dorfgemeinschaft, wie der 500m lange Kanal wieder aufgebaut werden kann. Während des Wiederaufbaus übernahm Helvetas die technische Supervision – den Bau bewältigten die Dorfbewohnerinnen und -bewohner nach einem Training durch externe Fachkräfte selbst. Dabei spielten die Frauen eine tragende Rolle:

Sie, die vorher vor allem im Haus und auf dem Feld gearbeitet hatten, trugen nun Zementsäcke und gingen mit Schaufeln und Haken um. Sie gruben und mauerten, zerkleinerten Gestein und schleppten Material herbei – und verdienten sich damit den ganzen Respekt der Männer. Mit vereinten Kräften wurde der Kanal innert sechs Monaten erstellt und die Felder konnten wieder bewirtschaftet werden.

«Heute haben wir den Respekt der Männer und arbeiten Schulter an Schulter mit ihnen.»

Sarina Lama, Irrigation Care Taker

Parallel zum Wiederaufbau führte Helvetas landwirtschaftliche Trainings durch. Darin erfuhren die Frauen und Männer, wie sie ihre Felder und Gärten besser nutzen, um einen Teil der Ernte auch verkaufen zu können. Auf einem Übungsfeld lernten sie, wie sie beispielsweise Tomaten anpflanzen, die sehr beliebt sind und wie sie diese mit natürlichen Mitteln gegen Insekten schützen. Heute experimentieren die Frauen mit dem Anbau verschiedenster Gemüsesorten und fangen an, ihre Erträge zu verkaufen.

Gemeinsam mit Sarina Lama, die für die Wartung des Kanals verantwortlich ist, folgten wir im Anschluss an das Treffen mit der «Irrigation Users Group» dem Lauf des Kanals bis zur Stelle, wo das Wasser des Melamchi-Flusses in den Kanal geleitet wird.

Sarina Lama hat mit ihren 24 Jahren schon vieles erlebt. Seit ihr Mann sie und ihren Sohn kurz vor dem Erdbeben alleine zurück gelassen hat um in Malaysia als Lastwagenfahrer zu arbeiten, meistert sie den Alltag alleine. Sie war beim Bau des neuen Kanals dabei und seit wieder Wasser fliesst, ist sie für die Wartung des Systems verantwortlich und kontrolliert, ob auch alle nur dann Wasser in ihre Felder ableiten, wenn sie laut dem Verteilungsplan auch dran sind.

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Laxmi Tamang, Treasurer von Halde und Bäuerin © Helvetas
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Sarina Lama öffnet den Kanal zur Bewässerung eines Feldes. © Helvetas
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Sarina Lama befreit den Kanal von Ästen. © Helvetas
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Sarina Lama, Irrigation Care Taker, Halde © Helvetas
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Und Sarina plant ihre Zukunft. Jetzt wo sie weiss, wie sie ihre Gemüseerträge erhöhen kann und auch weiss, wie sie ihre Produkte gut vermarktet, plant sie gemeinsam mit Freunden einen Garten mit Tomaten zu bepflanzen. Als ich sie frage, was sie sich für ihre Zukunft wünscht sagt sie: «Ich möchte irgendwann genug verdienen, damit mein Mann nicht mehr ins Ausland muss, um uns als Familie zu ernähren».  

Ich bin beeindruckt, was diese Frauen in ihrem Alltag alles leisten, und verabschiede mich schon fast ehrfürchtig von Sarina Lama.

Tag 8 – Der Wiederaufbau schreitet voran (22.3.)

Egal wohin wir fahren, überall wird gehämmert. Häuser, Kanäle, Wasserleitungen – vieles ist im Bau. Das Erdbeben 2015 hat die Region Sindhupalchok besonders heftig getroffen. Die vielen Häuser, die in sich zusammenfielen, liessen ihre Bewohner in provisorischen Behausungen zurück. Paradoxerweise hat diese Wucht der Zerstörung für viele Frauen und Männer aber auch neue Chancen eröffnet. Und diese nutzen sie, wie die Geschichten der letzten Tage zeigen.

An unserem letzten Tag in Melamchi haben wir uns auf den Weg gemacht und zwei Dörfer besucht, deren Dorfbilder zur Zeit sehr vom Wiederaufbau geprägt sind. So werden im Dorf Uppaloo zur Zeit die Brunnen vor den Häusern und die sanitären Anlagen installiert.

Während unserem Dorfbesuch treffen sich die Mitglieder der «Uppaloo Water Users Group» mit Prem Jee, einem Ingenieur von Helvetas Nepal. Es findet ein Review statt, bei welchem besprochen wird, ob die Arbeiten gemäss Planung voranschreiten. Ich habe das Glück und darf an der Sitzung teilnehmen. Sie dauert dann aber nur eine halbe Stunde  – es scheint alles nach Plan zu verlaufen.

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Mitglieder der «Uppaloo Water Users Group» an der Review-Sitzung mit Prem Jee, Ingenieur, Helvetas Nepal © Helvetas
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Sanu Kanchi Tamang vor ihrem neuen Haus © Helvetas
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Sher Bahadur Tamang vor dem neuen Haus mit Brunnen, Sanu Kanchi Tamang bleibt im Hintergrund. © Helvetas
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Neben den 84 Brunnen, die zur Zeit erstellt werden, wurde im Dorf auch ein Haus neu aufgebaut. In diesem lebt die Familie von Sanu Kanchi Tamang und Sher Bahadur Tamang. Ich bitte Sani um ein Foto und frage sie, wie es ihrer Familie heute geht. «Ich bin froh, dass wir aus der Notunterkunft aus Wellblech endlich ins neue Haus umziehen konnten», sagt Sani und will partout nicht mit ihrem Mann aufs Bild.

Im Nachbarsdorf Mane Bhanjyang treffen wir auf unzählige Baustellen. Bindu, das kleine Mädchen zeigt uns mit ihrer Schwester den neuen Brunnen vor ihrem Haus.

Und wir treffen Familie Tamang vor ihrem künftigen Zuhause. Wie sie das Land nutzen werden, auf dem momentan noch eine alte Notunterkunft aus Wellblech steht, wissen sie noch nicht.

Langsam geht die Sonne unter und wir müssen uns ein wenig beeilen, damit wir auf der sandigen Strasse noch vor Dunkelheit das Tal erreichen. Wir verabschieden uns von den Menschen dieser Dörfer, die uns in den letzten Tagen immer so herzlich empfangen haben. Und die uns ihre Geschichten erzählt haben.

Morgen früh fahren wir zurück nach Kathmandu und von dort geht es weiter nach Japha im Süden von Nepal. Ich freue mich auf diesen zweiten Teil der Reise und hoffe, dass Sie uns dabei begleiten werden!

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Bindu und ihre kleine Schwester am neuen Brunnen vor ihrem Haus © Helvetas
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Familie Tamang vor ihrem künftigen Haus © Helvetas
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Die Baustelle der Familie Tamang, daneben eine alte Notunterkunft aus Wellblech © Helvetas
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Tag 9 – Von den Bergen ins Flachland (23.3.)

Wir betrachten ein letztes Mal die steilen Hänge und Täler und fahren los. Nach rund drei Stunden werden die Hügelzüge flacher, die Strassen breiter und der Verkehr dichter. Als ein Strassenstand auch Trauben im Angebot führt wissen wir, dass es bis Kathmandu nicht mehr weit ist.

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Strassenstand auf dem Weg nach Kathmandu © Helvetas
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Teeplantage auf dem Weg nach Damak © Helvetas
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Rinder und Kind im Hof eines Hauses, auf dem Weg nach Damak | © Helvetas
Rinder und Kind im Hof eines Hauses, auf dem Weg nach Damak © Helvetas
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Kleines Städtchen auf dem Weg nach Damak © Helvetas
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Unser Flug nach Jhapa dauert knapp eine Stunde und nach Damak sind wir nochmals so lange unterwegs. Mit dem Auto hätten wir elf Stunden gebraucht. Diese gewonnene Zeit nutzen wir lieber, um uns auf die nächsten vier Tage vorzubereiten.

Die Landschaft unterscheidet sich komplett von allem, was wir bisher in Nepal angetroffen haben. Wir fahren durch eine ländliche Gegend, an Teeplantagen und Wäldern vorbei, bis wir nach Damak kommen, von wo aus wir unsere Projektbesuche koordinieren werden.

In unserer Unterkunft begrüsst uns Hari Gurung. Hari Jee ist bei Helvetas Nepal für die «Food Security und Nutrition Programme» verantwortlich und wird uns die kommenden Tage begleiten. Morgen werden wir zwei Frauen treffen, die mit «Riverbed Farming» ihr Einkommen erwirtschaften.

Ich bin gespannt auf die Geschichten dieser Frauen und gehe früh schlafen. Denn morgen dürfen wir mit auf den Markt und die Ernte auf dem Feld beginnt schon um 6 Uhr.

Tag 10 – Wenn der Fluss zum Acker wird (24.3.)

Als wir um 6 Uhr das Flussbett des Kankai Mai erreichen, wird bereits eifrig geerntet. Die Gurken in allen Grössen und Formen sollen auf den Markt und an die Händler verkauft werden. Die Frauen pflücken sie und waschen sie in kleinen Wasserlöchern, bevor sie in grossen Säcken verschwinden.

Durch das «Riverbed Farming»-Projekt der Helvetas erhalten landlose Bäuerinnen und Bauern die Möglichkeit, sich während der Trockenzeit durch das Bewirtschaften von Flussläufen ein Einkommen zu erwirtschaften. Und da das Kultivieren dieser sandigen Flächen ein spezielles Wissen erfordert, werden sie in diesen modernen Anbaumethoden trainiert.

Wir sind mit zwei Frauen verabredet, die durch den Anbau von Gurken und Melonen für ihre Familien inzwischen ein solides Einkommen erwirtschaften. Da die Zeit bis zum Verkauf am Markt bereits knapp ist, packen wir in der Hoffnung auf ein späteres Interview erst einmal mit an.

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Wasserloch zum Waschen der Gurken und Bewässern des Feldes © Helvetas
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Gurkenernte als willkommener Morgensport © Helvetas
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Gurkentransport auf dem Feld © Helvetas
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Beim Transport der schweren Säcke helfen auch die Männer mit. Endlich sind alle Gurken verladen und es kann losgehen zum Markt.

Auf dem Markt haben wir endlich die Chance, Jitni Devi Mandal, eine der Frauen zu treffen. Aber leider schaffen wir es auch jetzt nicht, mit ihr zu sprechen. Um sie herum stehen viele Händler, die ihr die gute Ware gleich sackweise abkaufen möchten. Jitni Devi lässt sich von den Männern nicht beeindrucken und verhandelt sicher die Preise für ihre Gurken.

Wir möchten sie nicht weiter stören und vereinbaren ein Gespräch für den nächsten Tag. Dafür treffen wir uns mit Kalpana Mandal und ihrem Sohn.

Kalpana Mandal und ihr Sohn Somit Mandal
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Kalpana Mandal auf dem Feld mit ihrer Ernte © Helvetas
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Kalpana Mandal hatte es nicht einfach. Mit sechzehn Jahren in Indien verheiratet, mit siebzehn Jahren Mutter eines Sohnes und mit achtzehn Jahren bereits verwittwet. Und dies in einer Gesellschaft, wo das Los einer Wittwe kein einfaches ist. Ihre Familie hielt glücklicherweise zu ihr und so konnte Kalpana mit ihrem Sohn wieder nach Hause zurück. Nachdem sie die ersten zwei Jahre zuhause blieb, schloss sie sich einer Gruppe an, die mit der Unterstützung von Helvetas plante, im nahegelegen Flussbett des Kankai Mai Gemüse anzupflanzen.

Für Kalpana war es die Chance, aus der Abhängigkeit ihrer Eltern auszubrechen. Sie nahm am Training teil und begann bald, ein kleines Feld zu kultivieren. Mit dem Anbau und Verkauf von Gurken und Melonen hat Kalpana genügend verdient, so dass sie vor kurzem in ihr neues, kleines Haus umziehen konnte.

Das Leben für sie als alleinerziehende Bäuerin ist hart. Kalpana steht während der Zeit, wo sie das Flussbett bewirtschaftet, jeweils um 3 Uhr in der früh auf und kommt nicht vor 9 Uhr ins Bett. Nur so schafft sie es, neben Anbau, Ernte und Verkauf auch noch den Haushalt zu führen. Ihr Sohn hilft mit, die beiden sind ein gutes Team. Und Kaplana ist glücklich, dass sie es schafft, ein unabhängiges Leben zu führen.

 

Tag 11 – Zuhause bei der Flussbettbäuerin Jitni Devi Mandal (25.3.)

Wir sind mit Jitni Devi Mandal verabredet um von ihr mehr über ihr Leben als Flussbettbäuerin zu erfahren. Im Dorf Mandalbasti sind schon alle auf den Beinen. Es wird gemistet und gewischt und es riecht nach Holz von den offenen Feuerstellen, auf denen teilweise noch das Essen für den Tag gekocht wird.

Wir haben Glück – Jitni Devi ist zuhause. Obwohl wir uns gestern bereits mit ihr für heute verabredet hatten, waren wir nicht sicher, ob wir sie heute auch tatsächlich antreffen werden. Denn Jitni hat uns zu verstehen gegeben, dass sie sich von uns nicht ihren Tag verplanen lässt. Und das ist gut so. Denn Jitni wohnt alleine mit ihren zwei jüngsten Kindern und ihrer Schwiegermutter, ihr Mann arbeitet im Ausland und war seit einem Jahr nicht mehr zuhause. Den Tag muss sie gut strukturieren, damit sie alles bewältigen kann. Und die Gurken auf dem Feld sind reif.

Wir dürfen uns für eine kurze Weile auf ihre Terrasse setzen. Jitni erzählt uns, dass sie schon vor dem Helvetas Riverbed Farming Projekt versucht hat, das Flussbett für ihren Anbau zu nutzen. Aber der sandige Untergrund hat nur kleine Ernten zugelassen. Als in ihrem Dorf dann das Projekt gestartet wurde, war sie sehr interessiert zu erfahren, wie sie es besser machen könnte.

Heute weiss sie, wie sie das Land möglichst effizient nutzen kann. Um die Samen zu pflanzen gräbt sie rund eine Armlänge tief in den Sand. Ein spezielles Werkzeug erleichtert ihr die Arbeit. In das Loch füllt sie als Ersatz für die fehlende Erde einen speziellen Kompost und steckt dort in rund 4cm Tiefe den Samen hinein. Sobald die Pflanze wächst, werden die Wurzeln ins Grundwasser reichen und die Pflanze mit Wasser versorgen.

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Jitni Devi Mandal mit ihrer Tochter Parpati und ihrem Sohn Arshun, Mandalbasti © Helvetas
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Jitni Devi auf ihrem Feld in Mandalbasti © Helvetas
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Jitni weiss auch, wie sie budgetieren muss, damit sie am Ende der Saison keine roten Zahlen schreibt. Mit dem erwirtschafteten Geld hat sich die Familie ein Haus gebaut – das Land dafür muss sie noch abzahlen, aber Jitni ist zuversichtlich, dass sie es schaffen wird.

Und sie wünscht sich, dass ihr Mann heimkehrt, um sie und ihre Kinder auf dem Feld zu unterstützen. Denn dann können sie noch mehr Land bewirtschaften und mit einem Teil der Erträge auch die Ausbildung ihrer Kinder finanzieren.

Wir lassen Jitni Devi bald wieder ziehen – die Gurken warten darauf, geerntet zu werden.

 

Tag 12 – Durch die Masanghat Brücke verbunden (26.3.)

Wir fahren heute rund eine Stunde, nahe an die indische Grenze, um uns eine der Hängebrücken anzuschauen, die mit der technischen Unterstützung von Helvetas gebaut wurde. Von diesen Brücken gibt es in Nepal inzwischen über 7000 und alleine im 2017 kamen 558 Hängebrücken dazu. Die «Masanghat Bridge», die wir heute besuchen, hat eine Spannweite von 105 Metern und ist 1.2 Meter breit. Gerade breit genug, um zu Fuss, mit dem Velo oder sogar mit einem kleinen Tuktuk den Fluss zu überqueren.

Wir möchten von den Menschen hören, was sich seit dem Bau der Brücke verändert hat. Und die Bewohnerinnen und Bewohner von Baraghare und Chandraghare, den beiden Dörfern direkt bei der Brücke, freuen sich sehr über unseren Besuch und empfangen uns herzlich.

Nach der allgemeinen Begrüssung erzählen uns die Dorfbewohnerinnen von Baraghare, wie sie mit den Kindern während der Regenzeit jeweils eineinhalb Stunden Schulweg auf sich nehmen mussten, da der Fluss zu viel Wasser führte.

Wenn sie spät dran waren, dann wagten sie manchmal dennoch den Weg durch den Fluss, nahmen die Schulkleider in Säcken auf den Kopf und schoben die Kinder in der Strömung vor sich her. Sie erzählen, wie mühsam es war, das Futter für die Tiere und das Brennholz im Wald auf der anderen Seite zu holen und mit grossen Bündeln das Flussbett zu durchqueren. Und wie weit es ins nächste Spital war, wenn jemand krank war. Geboren wurden die Kinder auch deshalb zuhause.

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Masanghat Brücke, Jhapa © Helvetas
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Unser Empfang bei den Dorfbewohnerinnen und -bewohnern von Baraghare und Chandraghare © Flurina Rothenberger
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Frauen und Kinder aus dem Dorf Baraghare © Helvetas
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Chandraghare, das Dorf auf der gegenüberliegenden Seite war von diesen Mühseligkeiten nur wenig betroffen, da Schulen, Spitäler und auch der Wald auf ihrer Seite des Flusses liegen. Dennoch zeigten sie sich solidarisch und so konnte das Brückenprojekt mit gemeinsamen Kräften umgesetzt werden.

Die Brücke verbindet heute nicht nur zwei Dörfer miteinander und verkürzt nicht nur die Distanzen. Auch die Menschen sind näher zueinander gerückt. Auf der Brücke geht es den ganzen Tag lebhaft zu und her. Sie ist zu einer Art Dorfplatz geworden, wo sich die Bewohnerinnen und Bewohner untereinander austauschen, wo die Kinder und Jugendlichen der beiden Dörfer sich treffen und wo gemeinsam Pläne geschmiedet werden für die Zukunft: Auf der Chandraghare Seite soll eine Picknickplatz errichtet werden, um Besucher anzulocken. In dieses Projekt investiert auch das Dorf Baraghare, da auch sie davon profitieren können, wenn mehr Leute in die Gegend kommen.

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Die Frauen treffen sich auf einen Schwatz auf der Brücke. © Helvetas
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Das Brennholz und Viehfutter wird zu Bündeln geschnürt über die Brücke getragen. © Helvetas
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Tuktuk auf der Masanghat Bridge © Helvetas
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«Seit es die Brücke gibt, kann ich öfters auch Gäste aus Chandraghare bewirten.»

Parabati Bhujel betreibt vor ihrem Haus einen kleinen Imbiss 

Wir bleiben bis spät und schauen dem Treiben auf der Brücke zu. Als es Zeit wird, das Abendessen vorzubereiten, verabschieden wir uns und fahren einwenig wehmütig zurück. Morgen geht es zurück nach Kathmandu.

Tag 13 – Ein letzter Blick in die Zukunft (27.3.)

Heute geht es zurück nach Kathmandu. Wir haben in den letzten zwei Wochen viel über die Helvetas-Projekte in Nepal gehört und viele interessante Menschen und unglaublich starke Frauen kennen gelernt. Und es gäbe noch viel mehr Geschichten zu erzählen von den Frauen, die Sie mit Ihrem Engagement und Ihren grosszügigen Spenden unterstützen. Es ist eindrücklich zu sehen, wie sich die neugewonnene Unabhängigkeit dieser Frauen auf das Wohl ihrer Familien überträgt und wie auch in den sozialen Gefügen, in denen sie sich befinden, ein Umdenken stattfindet. Sie helfen mit, dass diese Veränderung stattfinden kann, die auch die nächste Generation betrifft. Dafür danke ich Ihnen ganz herzlich!

Wir verabschieden uns bereits heute von Ihnen. Morgen gibt es für uns noch ein Debriefing im Office von Helvetas Nepal und dann fliegen wir zurück.
Es war schön, mit Ihnen durch Nepal zu reisen –

Namaste und herzliche Grüsse,
Sabine Schweidler, Helvetas

Autorin
Sabine Schweidler
© Helvetas / Simon B. Opladen
Helvetas – Partner für echte Veränderung
Echte Veränderung über Generationen
Veränderung findet dort statt, wo Menschen sich entschieden haben, neue Wege zu beschreiten. Sahilemariam Shebabaw zum Beispiel führt nach einer Kurzlehre zur Schneiderin heute ihr eigenes Geschäft. Lesen Sie hier mehr.
© Helvetas / Simon B. Opladen