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Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza)

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Die Deza ist die Agentur des Bundes für Entwicklungszusammenarbeit. Sie ist die grösste Geldgeberin von Helvetas und seit sechzig Jahren eine bedeutende Partnerin. Mit dem Programmbeitrag unterstützt die Deza Projekte von Helvetas, die zusätzlich durch Spenden finanziert werden müssen. Ausserdem setzt Helvetas für den Bund eine Reihe von Auftragsprojekten um, die sie in Ausschreibungen gewonnen hat. 

  • (Projekt- und) Programmbeiträge: 10.3 Mio (2020)
  • Mandate: 58.7 Mio (2020)
  • Zusammenarbeit seit: 1960
  • Kategorie: staatliche Organisation (Schweiz)

Bereits seit ihrer Gründung zu Beginn der 1960er Jahre arbeitet die Deza mit Helvetas zusammen. Helvetas, die bereits 1955 gegründet worden war und damals noch SHAG hiess, hatte in Nepal erste Projekte für Milchwirtschaft. Dieses Engagement konnte dank Beiträgen des Dienstes für technische Zusammenarbeit  (heute: Deza) und privaten Spenden realisiert werden.  Seither haben die beiden Partner in hunderten von Projekten Millionen von Menschen zu einem besseren Leben verholfen.  

Die Partnerschaft erstreckt sich heute auf rund zwei Dutzend Länder und fast alle Themenbereiche der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe. Seit den Anfängen des Schweizer Engagements für die Länder des globalen Südens hat sich einiges verändert. Während die Entwicklungshelfer damals zum Beispiel selbst  Brunnen gebaut haben, setzt man heute mehr auf Empowerment: lokale Regierungen und Gemeinschaften werden befähigt, ihre Versorgung mit Wasser selber zu realisieren.  

Die Deza arbeitet hauptsächlich mittels zwei verschiedenen  Finanzierungsinstrumenten mit privaten Hilfswerken zusammen.  

  • Programmbeitrag: Der Beitrag an das eigene Programm der NGO kann innerhalb definierter Kriterien frei für bestimmte Projekte und Länder eingesetzt werden. Die Deza finanziert über dieses Instrument maximal 30% der Programmkosten  einer einzelnen Organisation. Helvetas braucht also nochmals mehr als doppelt so viel (70%) an Spenden und Beiträgen von Stiftungen etc., um ihr Programm umsetzen zu können. Oder anders ausgedrückt: Jeden Spendenfranken erhöht die Deza um knapp fünfzig Rappen. Dieser Multiplikationseffekt ist ein Anreiz für private Geldgeber, sich gemeinsam mit der Deza in einem Helvetas-Projekt zu engagieren. Zudem bietet die Prüfung durch die Deza auch für private Geldgeber eine zusätzliche Sicherheit, dass ihre Spenden und Beiträge bestmöglich eingesetzt werden. 

  • Mandate: Das sind in der Regel im internationalen Wettbewerb ausgeschriebene und vergebene Aufträge für definierte Projekte und Aufgaben. Dazu gehören  klassische Entwicklungsprojekte, die von der Organisation geplant und umgesetzt werden, aber auch Beratungsdienstleistungen (zum Beispiel für Evaluationen anderer Projekte) oder Veranstaltungen wie Konferenzen zu bestimmten Themen. 

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit setzt die Aussenpolitik des Bundesrats in der Humanitären Hilfe, der Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit sowie auf multilateraler Ebene um. Die Deza richtet ihre Tätigkeit darauf aus, Armut und Not zu verringern sowie globale Risiken einzudämmen. Die angestrebte Entwicklung soll die natürlichen Ressourcen für nachfolgende Generationen bewahren.  Ihren Schwerpunkt setzt die Deza in fragilen und von Konflikten betroffenen Regionen, wo bis 2030 weltweit fast zwei Drittel der Armen leben werden.