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Guatemala

Unternehmergeist im Hochland

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Im westlichen Hochland Guatemalas fördert Helvetas den Unternehmergeist unter den Kleinbäuerinnen und -bauern. Sie bauen neue Produkte an und können sie dank ihrer Vernetzung zu guten Preisen in die Städte, vor allem in Guatemala-Stadt, verkaufen.

  • Projektname
    Wirtschaftliche Entwicklung auf dem Land
  • Projektphase
    2018 bis 2021
  • Finanzierung
    Dieses Projekt wird durch Sida und Spenden finanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Nachhaltige Wirtschaft
    Partnerschaft und Stärkung von Kompetenzen

Chancen nutzen, die Stadt beliefern

Wer das westliche Hochland Guatemalas besucht, staunt über die vielen kleinen Felder mit Kartoffeln oder den traditionellen Mischkulturen von Mais, Bohnen und Kürbissen. Was über den Eigengebrauch hinaus bleibt, wird auf den lokalen Märkten verkauft, doch dort sind die Preise tief.

Gleichzeitig gibt es in den Städten, in der Hauptstadt vor allem, eine breite Schicht von Konsumenten. Doch Guatemala-Stadt mit seinen drei Millionen Einwohnern ist zu weit entfernt und die Märkte sind zu komplex, als dass eine Bauernfamilie allein sie beliefern könnte. Das hemmt die wirtschaftliche Entwicklung im peripheren Hochland.

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Frische Hühnereier, ein Produkt nach dem in der Stadt eine grosse Nachfrage besteht. © Helvetas
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Hühnerzucht und der Verkauf der Eier sind bringen Bäuerinnen auf dem Land ein wertvolles Zusatzeinkommen. © Helvetas
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In einem Projekt für ländliche Entwicklung fördert Helvetas den Unternehmergeist bei 8800 Kleinbäuerinnen und -bauern. Diese schliessen sich zu Unternehmernetzwerken zusammen, um ihre Produkte zentral zu speichern und mit den Händlern gute Preise auszuhandeln. Oder sie heuern Transporteure an und bringen ihre Produkte selber in die Städte. Helvetas ermutigt und fördert solche Zusammenschlüsse für den Handel mit Honig, Kartoffeln, Eiern, Milch, Schaf- und Schweinefleisch sowie Gewächshaustomaten und Chili. Viele dieser Produktionszweige liegen traditionell in Frauenhand.

In den drei Hochlandprovinzen Huehuetenango, San Marcos und Totonicapán sind auch das Gewerbe und staatliche Institutionen an der Erschliessung neuer Märkte interessiert. Allen ist bewusst, dass die regionale Wirtschaft nur vorankommt, wenn sie mit andern Teilen des Landes in Kontakt tritt. Deshalb integrieren staatliche Stellen die neuen Initiativen der Bäuerinnen und Bauern in ihre Entwicklungspläne. Das lokale Gewerbe bietet Dienstleistungen und Beratungen an, gewährt Kleinkredite und unterstützt die neuen landwirtschaftlichen Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Verbesserung, Verarbeitung und Vermarktung ihrer Erzeugnisse. Helvetas fördert den Kontakt und die Gespräche unter den verschiedenen Akteuren der regionalen Wirtschaft. So entsteht ein regionales Netzwerk, das im besten Fall das ganze Land erreichen kann.

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Auch die Milchbauern haben sich zu Netzwerken zusammengeschlossen, um ihr Produkt besser verkaufen zu können. © Helvetas

Nachhaltige Wirtschaft

Armutsbetroffene Menschen profitieren nicht immer vom wirtschaftlichen Wachstum. Gleichzeitig verhindert Armut, dass eine wirtschaftliche Dynamik in Gang kommt.

Wie wir Menschen in Guatemala unterstützen

Helvetas fördert in Guatemala zusammen mit den lokalen Behörden die nachhaltige Nutzung der Wälder. Zudem engagieren wir uns für sauberes Trinkwasser.