Schools turn into Shelters, Western Ukraine | © Helvetas/PIN/Alberto Lores

Spenden für die Menschen aus der Ukraine

Die Menschen aus der Ukraine brauchen dringend Unterstützung. Spenden Sie jetzt, um sie mit dem Allernötigsten zu versorgen und die grosse Not zu lindern.
© Helvetas/PIN/Alberto Lores

Der Krieg geht weiter – und ist für die Menschen in der Ukraine katastrophal. Er betrifft auch die Nachbarländer. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden schon über 13 Millionen Menschen ins Ausland vertrieben (Stand 21.09.2022); über 7 Millionen wurden in der Ukraine selbst zu intern Vertriebenen. Es ist eine humanitäre Katastrophe. Die Geflüchteten mussten alles hinter sich lassen, auch Angehörige. Sie brauchen Schutz, eine sichere Unterkunft, Nahrungsmittel, Hygieneartikel und die Möglichkeit zur Kommunikation, sowie mittelfristig Zugang zu Bildung und Arbeit.

Helvetas hilft den Geflüchteten in der Ukraine und im südlichen Nachbarland Moldawien, einem der ärmsten Länder Europas, mit dem, was sie am dringendsten benötigen. Zudem unterstützen wir lokale Familien, welche Geflüchtete aufnehmen und Restaurants, die den Vertriebenen Mahlzeiten anbieten.

Ukraine: sauberes Trinkwasser, Mahlzeiten und Cash-Hilfe

Helvetas hilft mit Unterstützung der Glückskette und zusammen mit Alliance 2015 – einem Netzwerk europäischer NGOs – den Vertriebenen in der Ukraine. Wir konnten bereits Tausende Binnenflüchtlinge in der West-, Zentral- und Ostukraine mit Mahlzeiten, Matratzen, Hygieneartikeln sowie mit Geldguthaben und Gutscheinen versorgen, damit sie das Nötigste kaufen können.

Lokale Restaurants, Kantinen und Selbsthilfegruppen unterstützen wir finanziell, damit diese den intern Geflüchteten kostenlose oder günstige Mahlzeiten anbieten können. Damit stützen wir gleichzeitig die lokale Wirtschaft.

Seit Mitte Juni 2022 hilft Helvetas – gemeinsam mit der Schweizer Organisation SKAT – den Menschen in der Westukraine bei der Trinkwasserversorgung. In der Oblast Iwano-Frankiwsk sollen 25'000 vom Krieg betroffene Menschen – darunter 5'000 Binnenvertriebene – dank eines zusätzlichen Bohrlochs genügend Wasser erhalten. Zudem werden für die Notleidenden Duschen und Waschmöglichkeiten in Notunterkünften installiert. Helvetas will künftig noch mehr Menschen in der Ukraine mit besserer Wasserversorgung unterstützen.

Vom Krieg betroffen ist auch die ukrainische Agrar- und Lebensmittelindustrie – inklusive dem Bio-Sektor, den Helvetas bereits vor dem Krieg unterstützt hat. Obwohl grosse Teile der ökologischen Anbauflächen durch Kämpfe oder Besatzung (Minen) verloren gegangen sind, haben viele Bio-Bäuerinnen und -Bauern mit der Aussaatsaison begonnen und gelagerte Bio-Produkte wurden an intern Vertriebene geliefert. Helvetas unterstützt die ukrainischen Bio-Bäuerinnen und -Bauern auch weiterhin, damit diese ihre Lebensgrundlage nicht verlieren und damit die Menschen in der Ukraine weiterhin Zugang zu gesunden, nahrhaften und nachhaltig angebauten Lebensmitteln haben.

© Helvetas/Christian Gemperli
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Lviv_Ukraine_Hilfe_Binnenflüchtlinge | © Helvetas/Alverto Lores
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Moldovan - Ukrainian border | © Helvetas/Nenad Celarevic
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Moldawien: Helvetas hilft im armen Nachbarland

Moldawien ist das ärmste Land Europas und nimmt im Verhältnis zu den Einwohnenden am meisten Geflüchtete auf. Knapp 620'000 (Stand 21.09.2022) Menschen sind seit Ausbruch des Krieges über die moldawisch-ukrainische Grenze geflüchtet. Es fehlt an vielem.

  • Zusammen mit unserer französischen Partnerorganisation Acted stellte Helvetas Busse bereit, um die Flüchtenden – vor allem Frauen und Kinder – von den Grenzposten in die Hauptstadt Chisinau oder in eines der Aufnahmezentren zu bringen.
  • Besonders hilfsbedürftige und verletzliche Personen (ältere Personen, Menschen mit Behinderungen oder Frauen mit Kleinkindern) versorgt Helvetas – auch dank Unterstützung der Glückskette – in Ruhezonen mit dem Wichtigsten.
  • Die vor dem Krieg flüchtenden Menschen erhalten Internetzugang, damit sie mit ihren Angehörigen kommunizieren oder ihre Weiterreise organisieren können. Kinder können dank des Internetzugangs am digitalen Unterricht teilnehmen, den einige ukrainische Schulen anbieten.
Einblick in die Arbeit von Helvetas an der ukrainisch-moldawischen Grenze
  • Der Druck auf die lokale Bevölkerung und die Behörden ist gross, die Wirtschaft hatte schon vor dem Krieg infolge der Pandemie gelitten. Die meisten der aus der Ukraine Geflüchteten werden privat untergebracht. Die Situation der moldawischen Gastfamilien, die Geflüchtete aufgenommen haben, wird wegen der steigenden Preise immer prekärer. Helvetas leistet – mit Unterstützung der Glückskette und der DEZA – finanzielle Hilfe für diejenigen Gastfamilien, die selbst von einem niedrigen Einkommen leben oder besonders schutzbedürftig sind: zum Beispiel Haushalte, die von Frauen geführt werden oder solche mit körperlich und / oder geistig beeinträchtigten Mitgliedern.
  • Helvetas gehört zu den wenigen internationalen Organisationen, die schon länger in Moldawien präsent sind. Wir werden von der akuten Nothilfe möglichst rasch zu mittelfristigen Massnahmen übergehen; angedacht ist unter anderem, dass Geflüchtete in den lokalen Arbeitsmarkt integriert werden.

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Stehen Sie den betroffenen Frauen, Kindern und Männern aus der Ukraine bei.
Jede Spende hilft!

FAQs – Fragen rund um die Ukraine Nothilfe

Helvetas engagiert sich seit 3 Jahren in Moldawien, einem im Südwesten der Ukraine angrenzendes Land, und kennt die konkreten aktuellen Bedürfnisse vor Ort sehr gut. Seit Kriegsausbruch organisiert Helvetas unter Hochdruck die Nothilfe, um die Geflüchteten zu unterstützen, die derzeit täglich ins Land kommen – vor allem Frauen und Kinder – aber auch, um die lokale Bevölkerung zu unterstützen, die jetzt Nothilfe für die Geflüchteten leistet und selbst teils kaum genug Geld hat, um die täglichen Nahrungsmittel einkaufen zu können. Helvetas arbeitet mit lokalen Organisationen und Behörden zusammen, ist sehr gut vernetzt, so dass wir mit Geldspenden schnell und effizient dort helfen können, wo es gerade am dringendsten ist.

Helvetas hilft den Geflüchteten in Moldawien mit dem, was diese gerade am dringendsten benötigen: Hilfe beim Transport und bei der Kommunikation sowie Lebensmittelhilfe und Bargeldhilfe für die wichtigsten Grundbedürfnisse.

Zusammen mit unserer französischen Partnerorganisation Acted stellen wir Busse mit Fahrern bereit, um die Flüchtenden – vor allem Frauen und Kinder – von den Grenzposten in die Hauptstadt Chisinau oder in eines der Aufnahmezentren zu bringen.

Weiter erhalten die vor dem Krieg flüchtenden Menschen SIM-Karten sowie Internetzugang, damit sie mit ihren Angehörigen kommunizieren oder ihre Weiterreise organisieren und die Kinder am digitalen Unterricht teilnehmen können. Besonders hilfsbedürftige und verletzliche Personen (ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen oder Frauen mit Kleinkindern) versorgen wir in von der DEZA zur Verfügung gestellten Zelten mit dem Wichtigsten.

Helvetas leistet auch in den durch die moldawischen Behörden bereitgestellten Aufnahmezentren – davon gibt es bereits mehr als 70 – Unterstützung, das heisst: Die Betroffenen erhalten Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen.

Zudem leistet Helvetas finanzielle Hilfe für Familien, die in Moldawien Geflüchtete aufnehmen und selbst von einem niedrigen Einkommen leben oder besonders schutzbedürftig sind – zum Beispiel Haushalte, die von Frauen geführt werden oder solche mit körperlich und / oder geistig beeinträchtigten Mitgliedern. Dank unserer finanziellen Unterstützung können die Gastfamilien ihre Wohnungen mit einfachen Mitteln umbauen – Fenster, Türen, Möbel reparieren oder ersetzen, die Wasserversorgung erneuern etc. – damit sie Geflüchtete bei sich zu Hause aufnehmen und beherbergen können. Dieses Projekt wird von der DEZA unterstützt.

Die Solidarität mit den aus der Ukraine geflüchteten Menschen ist eindrücklich. Allerdings ist es sehr wichtig, die Hilfe gut zu koordinieren und möglichst gezielt und effektiv die Menschen zu unterstützen, die es am dringendsten nötig haben. Darum arbeiten die Hilfswerke in enger Koordination miteinander und mit lokalen Organisationen und Behörden, welche am besten wissen, was jetzt gebraucht wird und wie man die Hilfe am effektivsten umsetzt.

Zudem sind hunderttausende Menschen sowieso schon unterwegs – mit der Hinreise von hier aus trägt man zur Belastung der Verkehrswege zu (Chaos). Auch Materiallieferungen sind nicht immer optimal (Lebensmittel, die ablaufen, Material, das vor Ort gar nicht gebraucht wird) und zudem aufwändig (Logistik).

Viele Menschen in der Schweiz wollen helfen – wir schätzen die grosse Solidarität ungemein! Falls Sie helfen möchten bitten wir Sie jedoch, eine Geldspende zu tätigen. 

Aus verschiedenen Gründen können wir Materialspenden nicht entgegennehmen: Die aktuelle Lage vor Ort ist sehr ungewiss, eine grosse Flexibilität ist nötig. Aktuell flüchten täglich tausende von Menschen in das kleine, arme Land Moldawien. Es ist sinnvoll, vor Ort über den Einsatz von Geldern zu entscheiden. Da Helvetas eng mit lokalen Organisationen und Behörden zusammenarbeitet und vernetzt ist, können wir mit Geldspenden schnell und effizient dort helfen, wo es gerade am dringendsten ist. Zudem ist Abwicklung und Logistik im Umgang mit Sachspenden wie z.B. Kleidern zeitintensiv und teuer.

Die ersten dringenden Aktionen machen wir mit unseren lokalen und angestammten Partnern. Wir haben aber auch damit begonnen, uns mit anderen Schweizer Organisationen, die ebenfalls in Moldawien präsent sind oder werden wollen, zu koordinieren. Ziel ist, dass die verschiedenen Akteure sich ergänzen. Zum einen geografisch, zumal es unterschiedliche Grenzübergänge gibt und verschiedene Aufnahmezentren, aber auch punkto Art der Hilfsgüter.