Das Wichtigste in Kürze
- Frauen, Mädchen und benachteiligte Gruppen sind besonders häufig von Armut, Diskriminierung und fehlender Mitsprache betroffen.
- Helvetas berücksichtigt Gender und soziale Gerechtigkeit in allen Programmen und Projekten.
- Wir fördern gleichberechtigte Teilhabe, stärken Rechte und gehen diskriminierende Strukturen und ungleiche Machtverhältnisse an.
- Gemeinsam mit lokalen Partnern entwickeln wir Lösungen, die unterschiedliche Bedürfnisse und Mehrfachbenachteiligungen berücksichtigen.
Was bedeuten Gender und soziale Gerechtigkeit?
Gender beschreibt gesellschaftlich geprägte Rollen, Erwartungen und Machtverhältnisse, die Menschen aufgrund ihres Geschlechts zugeschrieben werden. Soziale Gerechtigkeit bedeutet, dass alle Menschen ihre Rechte wahrnehmen, an Entscheidungen teilhaben und Zugang zu Bildung, Arbeit, Einkommen, öffentlichen Dienstleistungen und gesellschaftlichen Ressourcen erhalten.
Geschlechtergerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit sind eng miteinander verbunden. Denn Benachteiligung entsteht oft nicht nur aufgrund eines einzelnen Merkmals. Geschlecht, Alter, Herkunft, eine Behinderung, Armut oder die Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen oder sozialen Minderheit können sich gegenseitig verstärken.
Warum soziale Ungleichheit Armut verstärkt
Nicht alle Menschen profitieren gleichermassen von gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung. Frauen und Mädchen, Menschen mit Behinderungen, Jugendliche und ältere Menschen sowie Angehörige ethnischer, religiöser oder sozialer Minderheiten sind vielerorts besonders stark von Armut betroffen.
Häufig fehlt ihnen der Zugang zu Bildung, Arbeit, Einkommen, politischer Mitsprache oder grundlegenden Dienstleistungen. Diskriminierung und ungleiche Machtverhältnisse können diese Benachteiligung über Generationen hinweg festigen.
Deshalb reicht es nicht, Angebote grundsätzlich für alle bereitzustellen. Es braucht gezielte Massnahmen, damit auch Menschen erreicht werden, die aufgrund gesellschaftlicher Strukturen ausgeschlossen oder benachteiligt werden.
Medina Banjić, die sich 2016 im Rahmen eines Helvetas-Projektes in Bosnien-Herzegowina zur Programmiererin ausbilden konnte
Wie Helvetas Geschlechtergerechtigkeit und soziale Inklusion fördert
Helvetas verankert Gender und soziale Gerechtigkeit in der Planung, Umsetzung und Wirkungsmessung ihrer Programme und Projekte. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen, Behörden und der Bevölkerung entwickeln wir Lösungen, die unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen und bestehende Benachteiligungen abbauen.
Unsere Expertise und Dienstleistungen
Wir arbeiten mit Partnern zusammen, die unsere Werte teilen. Unser Team für Gender und soziale Gerechtigkeit berät sowohl Helvetas-Projektmitarbeitende als auch externe Kunden.
