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- Anmeldung Online Veranstaltung «Helvetas Aktuell», 10. September 2026, 12.15 bis 13.00 Uhr
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Das Ausmass der Zerstörung ist gewaltig
Eine schwere Sturzflut hat am 26. August 2026 den Distrikt Rasuwa im Norden Nepals getroffen und viele Menschen und ganze Dörfer mitgerissen. Hunderte Menschen starben. Tausende Menschen werden noch vermisst, darunter zahlreiche Tourist:innen.
Ganze Siedlungen wurden weggeschwemmt oder unter Geröll begraben. 17 Gemeinden sind betroffen. 19 Schulen, 80 Brücken und viele Kilometer Strasse wurden beschädigt. Mindestens 65'000 Menschen benötigen dringende Hilfe (Quelle: UN, Nepal Rasuwa Flood Flash Update #4).
Die Nothilfe läuft: Helvetas verteilt die wichtigsten Hilfsgüter
Helvetas ist seit 70 Jahren in Nepal tätig. Unsere Teams von lokalen Helvetas Mitarbeitenden sind unermüdlich im Einsatz – gemeinsam mit unseren lokalen Partnerorganisationen.
Zuerst wurde abgeklärt, was am dringendsten benötigt wird. Am 31.8. konnten sie in unserer Zentrale in Kathmandu Hilfsgüter wie Decken, Kleider und lebenswichtige Hygiene-Artikel für die betroffenen Familien packen. Danach machten sich die beladenen Autos durch Schlamm und Geröll auf den Weg nach Uttargaya.
Aktuell erhalten betroffene Menschen die Hilfsgüter, die sie jetzt dringend benötigen. Dabei erschweren beschädigte Infrastruktur sowie Ausfälle von Strom- und Kommunikationsnetzen die Hilfeleistungen erheblich.
Viele Menschen haben innerhalb weniger Minuten ihr Zuhause, ihre Existenzgrundlage und die Sicherheit ihres Alltags verloren. Gemeinsam können wir ihnen in dieser schwierigen Situation beistehen. Ihre Spende hilft dabei, rasch lebenswichtige Unterstützung bereitzustellen.
Jürg Merz: «Etwas, das ich in meinem Leben noch nie gesehen habe.»
Jürg Merz ist Continental Coordinator Asia bei Helvetas. Er befindet sich derzeit in Nepal. Er war während vieler Jahre für Helvetas in Nepal tätig und koordinierte nach dem verheerenden Erdbeben von 2015 umfangreiche Nothilfemassnahmen.
Jürg Merz berichtet vor Ort (28.8.2026):
«Ich schreibe Ihnen direkt aus Nepal. Heute Morgen war ich in Gerkhutar in der Gemeinde Bidur im Distrikt Nuwakot, das von den Fluten schwer getroffen wurde. Zwischen Geröll, Schlamm und zerstörten Häusern traf ich Menschen, die noch vor wenigen Tagen ein normales Leben führten. Oberhalb des verwüsteten Dorfes traf ich eine ältere Frau. Gemeinsam mit anderen Dorfbewohner hatte sie sich dort in Sicherheit gebracht, nachdem Informationen über eine mögliche zweite Sturzflut eingetroffen waren. Die Menschen haben Angst. Die Frau zeigte auf den Ort, an dem ihr Haus gestanden hatte. Sie hat alles verloren: ihr Zuhause, ihre Vorräte, ihre Tiere und persönliche Erinnerungen.
Die Zerstörung ist immens – etwas, das ich in meinem Leben noch nie gesehen habe.
Gemeinsam mit lokalen Kolleg:innen von Helvetas Nepal bin ich von Kathmandu ins betroffene Gebiet gereist. In Gerkhutar haben die Fluten ein Wasserkraftwerk fortgerissen, Strassen zerstört und ganze Siedlungen verwüstet. Wir haben mit Betroffenen gesprochen, um unsere Hilfe gezielt planen zu können. Viele Familien haben kein Dach mehr über dem Kopf. Sie brauchen dringend Notunterkünfte, sauberes Trinkwasser, Hygieneartikel, Lebensmittel und weitere lebenswichtige Güter.»
