Weiter unten: Video mit Christian Gemperli, Leiter Nothilfe, über die aktuelle Situation
Am 25. Juni 2026 haben Hunderttausende Menschen im Norden Venezuelas ihren Halt verloren. Zwei schwere Erdstösse der Stärke 7,2 und 7,5 erschütterten das Land, brachten unzählige Häuser und Brücken zum Einsturz.
Gemäss venezolanischen Regierungsangaben sind dabei mindestens 6000 Menschen gestorben, 17'000 Menschen wurden verwundet und 18'000 gelten als obdachlos. Und Zehntausende Menschen werden vermisst.
Die grösste Herausforderung ist die Trinkwasserversorgung. Wasserlastwagen holpern über zerstörte Strassen, wo auch Menschen in Zelten eine Art Alltag aufzubauen versuchen. Das Wasser, das sie bringen, ist nicht immer sicher, was die Menschen ebenso gefährdet, wie der Staub, den die schweren Maschinen aufwirbeln, während sie die Trümmer wegräumen.
Auch wenn sich die Medien anderen Themen widmen, hat sich das Leben der Menschen in den betroffenen Erdbebengebieten noch nicht verbessert. Sie trauern um ihre Liebsten, um Nachbarinnen und Freunden – und auch um ihre Existenzen.
Umso wichtiger ist die Hilfe, die sie von Organisationen wie Helvetas erhalten. Dank Mitteln der Glückskette können unsere Partnerorganisationen 700 Familien ein kleines bisschen entlasten – rund 3500 Frauen, Männer und Kinder. Sie erhalten:
- Zeltmaterial
- Nahrungsmittel
- Tabletten, um Wasser zu reinigen
- Hygienematerial – insbesondere auch für Frauen und für Kleinkinder
Für die Gemeinschaft installiert Helvetas Wasseraufbewahrungsmöglichkeiten und Händewaschstationen. Im Zentrum der Hilfe steht dabei immer die Sicherheit und Würde der Menschen.
Mit Blick in die nahe Zukunft planen Helvetas und ihre Partnerorganisationen in Venezuela die Instandstellung von Wasserversorgungen in abgelegenen Gemeinden und in Schulen, wo auch die sanitären Anlagen repariert werden sollen. Zudem unterstützt Helvetas die ordnungsgemässe Entsorgung von Tümmern und Schutt und fördert das Recycling von Baumaterial für den Wiederaufbau. Dabei sollen Arbeitsmöglichkeiten für die betroffene Bevölkerung entstehen, damit die Menschen, die alles verloren haben, wieder einen Grundstein für ihre eigene Lebensgrundlage legen können.
Im Elend zu wissen, dass sie nicht alleine sind, ist für die Menschen im Norden Venezuelas genau so wichtig. Deshalb ist Ihre Unterstützung so wichtig.
Danke, dass Sie weiterhin diesen Menschen helfen, die alles verloren haben.
