Weltmenstruationstag: Jetzt Mädchen und Frauen stärken

Damit Mädchen und Frauen Zugang zu Menstruationsprodukten und Wissen erhalten, die ihnen gleichberechtigte Teilhabe und einen Alltag ohne Schmerzen ermöglichen.
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Jede Spende – unabhängig von der Höhe – ermöglicht Mädchen und Frauen ein selbstbestimmtes Leben.

Jetzt handeln: Menstruation darf nicht ausgrenzen

Mit deiner Spende ermöglichst du 1'300 Mädchen und Frauen Zugang zu Menstruationsprodukten und Aufklärung –
für mehr Gesundheit und Selbstbestimmung im Alltag.

CHF 100
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Menstruation ist etwas völlig Natürliches – und doch weltweit noch immer mit Tabus, Scham und Ausgrenzung verbunden. In vielen Regionen fehlen sichere Toiletten, Privatsphäre und Menstruationsprodukte. Gleichzeitig mangelt es an Wissen – Vorurteile verstärken die Stigmatisierung zusätzlich. Viele Mädchen und Frauen sind deshalb gezwungen, unsichere Lösungen zu nutzen oder sich immer wieder aus der Gesellschaft zurückzuziehen.

Die grössten Hürden:

❌ Kein Zugang zu sicheren Menstruationsprodukten

❌ Fehlende Toiletten und Waschmöglichkeiten

❌ Zu wenig Wissen über den eigenen Körper

❌ Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung

Die Folgen: Mädchen verpassen den Unterricht, Frauen verlieren Einkommen – und Chancen fürs Leben.

Menstruationsgesundheit ist deshalb zentral für Gleichberechtigung, Bildung und Würde. Ein Beispiel aus Mosambik: Im Oratta-Projekt stärkt Helvetas die Lebensbedingungen in ländlichen Regionen ganzheitlich – mit Menstruationsgesundheit als Teil von Wasser-, Sanitär- und Hygieneprogrammen.

Menstruationsgesundheit stärkt ganze Gemeinschaften

Tobias Bernardo Muequia, 32, Schneider

«In meinem Laden nähe ich Hosen und Shirts. Vor vier Jahren habe ich begonnen, auch Binden herzustellen, weil die von Helvetas unterstützte Partnerorganisation Leute dafür gesucht hat. Ich habe ein Training erhalten und sofort mit der Produktion begonnen. Mein Laden ist nun weit bekannt als Geschäft, das diese Binden verkauft. Anfangs war es schwierig, das neue Produkt zu erklären, weil viele Frauen nicht gewohnt sind, mit Männern darüber zu sprechen. Das hat Zeit und Vertrauen gebraucht. Inzwischen werde ich an oft eingeladen, um zu zeigen, wie die Binden funktionieren. Ich möchte sie noch bekannter machen. Ich glaube, dass ich damit wirklich etwas bewirken und Frauen im Alltag unterstützen kann.»

 

© Ricardo Franco

Martina Avelina, 30, Kundin

«Ich kaufe die Binden immer hier im Laden von Tobias. Mit der alten Methode hatte ich ständig Probleme. Man gewöhnt sich einfach nicht daran. Man sah mir meine Menstruation auch an, weil die Capulana (= vielseitige Tücher aus Mosambik, die während der Menstruation mehrfach gefaltet zwischen den Beinen getragen und an einem Hüftband befestigt werden, wobei das Band die Hüften wundreiben kann und das Tuch an den Innenschenkeln scheuert) so gross und dick ist, dass sie unter dem Kleid sichtbar aufträgt. Das war sehr unangenehm und ich habe mich oft geschämt. Mit den neuen Binden kann ich lange herumlaufen, sogar rennen, ohne Schmerzen! Ich liebe sie sehr, sie sind angenehm zu tragen.»

Angela Beato, 15, Schülerin

«Während meiner Menstruation nutze ich die Stoffbinden, die wir in der Schule herstellen. Früher dachte ich, Menstruation sei eine Krankheit, aber ich habe gelernt, dass das nicht stimmt. Heute tragen wir die wiederverwendbaren Binden immer bei uns, wechseln sie regelmässig und waschen sie mit Seife. Der Unterricht hat mir geholfen, mutiger zu werden und ohne Scham darüber zu sprechen, auch mit meinen Eltern. Früher war die alte Methode unangenehm und weniger sauber: Der Stoff war dick, wurde schnell feucht und scheuerte an der Haut. Man sah ihn durch die Kleidung, wir Mädchen fühlten uns oft unwohl und wurden ausgelacht. Im Unterricht lernen wir viel über Hygiene und wie wir die Binden selbst nähen. Für eine Binde brauche ich etwa eine Stunde.»

© Ricardo Franco

Angelino Gabriele, 14, Schüler

«Ich finde es okay, dass wir diese Stoffbinden nähen, ich nähe auch Binden für die Mädchen in meiner Klasse. Als ich im Unterricht das erste Mal von der Menstruation gehört habe, war ich sehr glücklich, dass ich nun mehr darüber gewusst habe. Ich habe in der Schule auch gelernt, dass die Menstruation keine Krankheit ist, sondern – im Gegenteil – ein Zeichen dafür, dass der Körper gesund ist. Ich spreche nun auch mit anderen darüber. Einmal habe ich beobachtet, dass einige von den Jungs ein Mädchen ausgelacht haben, weil es die Menstruation hatte. Ich bin dann eingeschritten. Die sturen Jungs haben mich ignoriert, aber die vernünftigeren haben dann zum Glück aufgehört, das Mädchen zu quälen.»

© Ricardo Franco

Muanadahate Andorabe, 49, Lehrerin

«Im Aufklärungsunterricht bin ich als Lehrerin eng eingebunden. Die Scham bauen wir durch viele Gespräche im und ausserhalb des Klassenzimmers ab. Es ist immer noch ein grosses Tabu, aber es bricht langsam auf. Als ich jung war, galt Menstruation als Krankheit, und es gab viele Vorurteile. Als mein Vater starb, gab man mir sogar die Schuld, weil ich gerade meine Menstruation hatte. Das hat mich sehr belastet. Heute kommen Schülerinnen zu mir und fragen nach Binden, wenn sie keine dabei haben. Auch die Jungs machen Mädchen darauf aufmerksam, wenn diese unerwartet die Mens bekommen – hilfsbereit und ohne Auslachen. Dann weiss ich: Die Message ist angekommen.»

© Ricardo Franco

Das bewirkt deine Spende

Mit deiner Hilfe sorgt Helvetas für Zugang zu Menstruationsprodukten, Sanitäranlagen und Aufklärung – und stärkt so die Gesundheit und Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen. Zudem werden lokale Schneider:innen ausgebildet, wiederverwendbare Binden herzustellen und ihr Wissen weiterzugeben – so entstehen Einkommen und langfristige Perspektiven.

z.B. 100 Franken für sichere und schmerzfreie Hygieneprodukte für Mädchen

z.B. 300 Franken für Aufklärungsworkshops in Schulklassen

z.B. 500 Franken für den Bau von geschlechtergetrennten sanitären Anlagen

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Seit 1955

Helvetas wurde 1955 in der Schweiz gegründet und verfügt über 70 Jahre Erfahrung in nachhaltig wirksamer Entwicklungszusammenarbeit.

Neben der Unterstützung von Mädchen und Frauen im Norden von Mosambik schenkt deine Spende auch armutsbetroffenen Menschen in weiteren Partnerländern von Helvetas eine faire Chance auf ein gesundes und selbstbestimmtes Leben. Danke für deine Unterstützung.