© Simon B. Opladen

Echte Veränderung über Generationen

Unterstützen Sie Familien wie die Caraballos.
© Simon B. Opladen

Die porträtierten Familien aus Bolivien, Bangladesch und Äthiopien haben aus eigener Kraft und unterstützt durch Helvetas in nur zwei Generationen den Schritt aus der Armut geschafft. 

Ihre Geschichten stehen exemplarisch für die weltweite Entwicklung bei der Wasserversorgung, der Arbeit und der Bildung. Sie erinnern daran, dass echte Veränderung stattfindet. Überall auf der Welt, Tag für Tag.

Echte Veränderung in Bolivien

Familie Caraballo: Jeden Tag Wasser aus dem eigenen Hahn

«Ein Scheitern ist es nur dann, wenn man aufhört, Neues zu versuchen», sagt Teófilo Garcia Caraballo. Der Bolivianer und seine Familie sind wagemutig und probieren vieles aus. So sind auch die Wasserleitung und das Bewässerungssystem entstanden, dank denen die Familie heute sauberes Wasser trinkt und Früchte erntet. 

Entdecken Sie die Multimedia-Reportage über die Familie Caraballo

Wasser ist ein Segen

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Wasser für alle

Echte Veränderung in Bangladesch

Familie Chakma: Berufliche Ziele stecken und verwirklichen

Als in Bangladesch das Frauenstimmrecht eingeführt wurde, war die Grossmutter, Jannomukhi Chakma, 30 Jahre alt. Das war 1972. Von da an konnte sie zwar ihre Wahlzettel in die Urne legen, doch daheim änderte sich wenig: Sie war für Haus, Garten und den Webstuhl zuständig, so wie alle Frauen ihres Dorfes. Ausserhalb dieses Bereichs galt ihre Stimme wenig.

Es war die Generation ihrer Tochter, die das veränderte. Rita Chakma zog in die Stadt und verkaufte dort traditionelle Kleider, die sie aus selbstgewebten Stoffen schneiderte. Heute ist es für Rita selbstverständlich, dass sie mit ihrem Einkommen zum Lebensunterhalt der Familie beiträgt. Und ebenso selbstverständlich ist für sie, dass sie zur Urne geht, wenn Wahlen angesagt sind.

Ritas Mann hat sich in Kursen von Helvetas zum landwirtschaftlichen Berater ausbilden lassen. Heute besucht er regelmässig Bauernfamilien im weiten Umland der Stadt. Er zeigt ihnen, wie sie ihre Ernte erfolgreicher vermarkten können.

Dank den beiden Einkommen haben die Chakmas die Armut hinter sich gelassen. Sie haben ein bescheidenes Haus. Sie wissen, dass sie in den folgenden Monaten und Jahren zu essen haben werden. Sie können sich  für die wirtschaftliche, politische und kulturelle Zukunft von Bangladesch engagieren.

Das zeigt sich auch am Berufswunsch der Tochter, dem einzigen Kind der Familie Chakma. Tuli besucht zwar wie viele gleichaltrige Kolleginnen und Kollegen die Mittelschule, und sie will Elektroingenieurin werden. Gleichzeitig träumt sie von einer Karriere als Sängerin. Sie nimmt Gesangsstunden und tritt regelmässig am lokalen und am nationalen Radio auf.

Bei Veranstaltungen und Familienfesten setzt sie sich auf einen Stuhl und singt traditionelle Lieder, die von Liebe und Sehnsucht handeln. Dazu spielt sie Melodien auf einem winzigen Harmonium. «Ich liebe es zu singen», sagt Tuli. Bei ihren öffentlichen Auftritten trägt sie traditionelle Kleider, die ihre Mutter für sie schneidert.

Rita ist stolz auf ihre begabte Tochter. «In meinem Herzen ist viel, wenn Tuli singt», sagt sie. «Sie sieht dann erwachsener und reifer aus.» Und: Als Erste ihrer Familie hat Tuli die Möglichkeit und die Freiheit, sich berufliche Ziele selber zu stecken und zu verwirklichen. 

Familie Kebede: Sauberes Wasser und mehr Zeit für die Schule

Wasserholen gehörte für Kassanesh Kebede, die Grossmutter, fast ein ganzes Leben lang zum Alltag, wie für alle Mädchen und Frauen des Dorfes. Verheiratung mit acht Jahren, das erste Kind mit 17. Sie wäre gerne zur Schule gegangen, doch die Eltern brauchten ihre Arbeitskraft im Haushalt. Und so ging Kassanesh jeden Tag hinunter zum Teich, um Wasser für die Familie zu schöpfen.

Es war trübes, krankmachendes Wasser. Das änderte sich erst, als die Leute des Dorfes Meha Kebele im Norden Äthiopiens sich vor zwei Jahren zusammentaten, einen Brunnen gruben und mit Unterstützung von Helvetas eine Wasserpumpe installierten. Jetzt können Kassanesh, ihre Tochter Genet und alle anderen Frauen und Mädchen sauberes Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen aus dem Dorfbrunnen pumpen.

Sie müssen dafür keine langen Wege mehr gehen, was ihnen Möglichkeiten für anderes öffnet. Für den Schulbesuch zum Beispiel – gemäss Studien ist die Schulbesuchsrate um 15 Prozent höher, wenn die Kinder Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Kassaneshs Enkelin, die 12-jährige Yemaralem Derese, besucht die sechste Primarklasse und ist eine gute Schülerin. Am liebsten mag sie das Fach «Mensch und Umwelt», wo sie zur Freude ihrer Familie Bestnoten holt.

Echte Veränderung in Zahlen

Entdecken Sie, wie sich das Leben der Menschen aus fünf unserer Partnerländer in den letzten Jahrzehnten verändert hat.

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