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RAFIKI

Wanuri Kahiu – Kenia 2018 – 82 Min, Ov/d
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Rafiki erzählt uns die Geschichte von Kena und Ziki, zwei jungen Frauen aus dem kenianischen Nairobi. Obwohl ihre Familien aus verschiedenen politischen Lagern und gesellschaftlichen Schichten stammen und ihre Väter in einem Wahlkampf gegeneinander antreten, freunden sie sich an und merken bald, dass sie Gefühle füreinander entwickeln. Doch vor ihren Familien und der Gesellschaft Kenias müssen sie ihre Liebe geheim halten, was ihnen nur eine Zeit lang gelingt...

Rafiki lief 2018 als Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Der Film wurde weltweit an verschiedenen Festivals 14 Mal nominiert und gewann Preise in 10 Kategorien.

Rafiki strahlt das aus, was auch die junge Filmemacherin Wanuri Kahiu auszeichnet: Ein gesundes Selbstbewusstsein afrikanischer Jugendlicher, die hier und jetzt für sich einstehen und für ein selbstbestimmtes und fröhliches Leben. Die Kenianerin mag es nicht, dass ihr Kontinent dauernd nur als Opfer und Zone des Leidens vermittelt wird. Und so reist sie um die Welt und macht Filme, erzählt Geschichten, die vor Lebensglauben und Freude nur so sprühen. «Afro-Bubblegum» nennt sie das Konzept, und sie hebt sich erfrischend ab. Am Festival von Cannes war das Publikum hin und weg, und nicht nur dort. Kena und Ziki sind lebensfroh. Sie geniessen den Alltag, kleiden sich gern kunterbunt, die eine knüpft sich auch die Haare in allen Farben. Sie leben ihr Leben, haben ihre Träume und verlieben sich ineinander, obwohl das in Kenia von Gesetzes wegen nicht geht. Sie kümmern sich einen Deut darum und müssen erfahren, dass der Weg länger sein wird, als sie sich das wünschen könnten. Ihre Liebesgeschichte ist ansteckend frisch erzählt.
- Walter Ruggle/trigon-film.org

«Rafiki ist ein sehr mutiger, nötiger, augenöffnender Film, der mit gutem Beispiel vorangeht und einen Beitrag zur Bekämpfung von Homophobie darstellt. Der Film hat diese traumhafte Wirkung, wie viele gute Filme sie haben.»
- Amnesty Magazin

«Rafiki trägt viel Hoffnung in sich. Angesichts der rechtlichen und gesellschaftlichen Situation von Homosexuellen in Kenia und der Reaktion der Behörden, die den Film verbieten wollten, muss der Regisseurin der Mut, eine solche Geschichte positiv zu erhählen, hoch angerechnet werden.»
- Alice Galizia, WoZ

 

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