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Honduras

Berufsbildung als Weg aus der Sackgasse

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Helvetas hilft Jugendlichen, einen Weg aus der Arbeitslosigkeit zu finden und den Verlockungen des Drogenhandels und der Jugendgangs zu entgehen. Basis dafür ist eine einfache Ausbildung für Berufe, die auf dem Markt gefragt sind. Die niederschwellige Berufsbildung wird an ordentlichen Sekundarschulen oder in Ausbildungsstätten vermittelt.

  • Projektname
    Educarplus — Berufsbildung für Jugendliche
  • Projektphase
    2015 bis 2018
  • Finanzierung
    Dieses Projekt wird durch Spenden finanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Lernen und Innovation

Ausbildung schafft Aussichten

Honduras hat international einen schlechten Ruf. Die hohe Mordrate, Drogen, Korruption. Und die Maras, die Jugendgangs, die zu einer Gefahr für die Gesellschaft geworden sind. Doch es gibt auch das andere Honduras. Jugendliche, die trotz Arbeitslosigkeit den Verlockungen des kriminellen Geldes widerstehen. Eltern, Gemeinden und Gemeinschaften, die sie dabei stützen. Mit diesem anderen Honduras arbeitet Helvetas im Projekt «Educarplus» zusammen. Educar heisst Erziehen.

In den ländlichen Gebieten von Honduras ist fast ein Drittel der jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 30 Jahren weder in Ausbildung noch stehen sie im Erwerbsleben. Dies veranlasst Junge zur Abwanderung in die Städte, ins Ausland, oder dazu, sich einer Bande anzuschliessen. Deshalb setzt «EDUCARplus» auf dem Land an.

Bis anhin ging es dabei unter anderem um privat finanzierte Technische Institute, die ähnlich wie Fachhochschulen in der Schweiz eine höhere Berufsbildung vermitteln. Für sie hat Helvetas zweijährige Lehrgänge für Landwirtschaft und für Forstwirtschaft entwickelt. Helvetas war auch dafür besorgt, dass die Technischen Institute von der Regierung anerkannt und subventioniert werden. Damit konnte ein erstes Projekt erfolgreich abgeschlossen werden.

Lehrlings-Patenschaft

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Schülerinnen und Schüler der Fachrichtung Forstwirtschaft lösen eine Planungsaufgabe. © Helvetas

Im neuen Projekt geht es um Ansätze zur Berufsbildung, die in die Grundschule integriert sind. In 18 Sekundarschulen des Landes werden berufsbildende Inhalte in den Stundenplan aufgenommen, für die 18-jährigen Absolventinnen und Absolventen ist dies nach ihrem Abschluss ein Grundstock für die berufliche Karriere. Andere holen sich in der Sekundarschule den Unternehmergeist und den Mut, der nötig ist, um ein eigenes kleines Geschäft aufzubauen. Helvetas setzt sich dafür ein, dass sowohl formale wie nicht-formale Berufsbildung in ganz Honduras eingeführt und von Behörden und Unternehmen gestützt werden.

Zu den nicht-formalen Berufsbildungen gehören die zwei- bis dreimonatigen Berufskurse für Jugendliche, die «Educarplus» ermöglicht. Im Angebot sind Berufe, die in Honduras besonders gefragt sind:  Elektromonteurin, Motorradmechaniker und Coiffeur. Die Kurskandidaten werden von den politischen Gemeinden bestimmt. Die Behörden stützen sich dabei auf die Gemeinschaft, die Sozialdienste und auf Absolventen anderer Berufsschulen. Diese erkennen besser als andere, wenn arbeitslose Jugendliche absturzgefährdet sind.

Im Rahmen des Projekts erhalten jedes Jahr mehr als 400 Sekundarschülerinnen, Jugendliche und junge Erwachsene eine berufliche Perspektive. Das ist nicht nur für die Jugendlichen selber wichtig, es ist auch ein Beitrag zu einem friedlicheren Honduras.  

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«In der Schule untersuchen wir, wie die Bauern aus unserem Dorf ihre Ernte besser vermarkten können.»

Rony Alexander Gòmez, 17, Berufschüler, Honduras

Grund- und Berufsbildung

Fehlende Bildung ist ein Grund für die Zementierung von Armut und Ungleichheit. Länder mit schlechten Bildungssystemen sind wirtschaftlich kaum konkurrenzfähig.

Wie wir Menschen in Honduras unterstützen

Helvetas unterstützt in Honduras Kleinbauern, die den Wald schonend bepflanzen. Zudem verhelfen wir Jugendlichen zu einer besseren Zukunft.