© Helvetas / Markus Wild
Bhutan

Marktanschluss für Bäuerinnen und Bauern als Weg aus der Armut

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Die Fortschritte im kleinen Bhutan haben noch nicht das ganze Land erreicht. In abgelegenen Region haben immer noch viele Menschen kaum mehr als das Nötigste zum Leben. Mit einem Projekt für bessere Landwirtschaft und Marktentwicklung trägt Helvetas dazu bei, diese ländliche Armut zu überwinden.

  • Projektname
    Armutsbekämpfung auf dem Land
  • Projektphase
    2016 bis 2018
  • Finanzierung
    Dieses Projekt wird durch Spenden finanziert.
  • Thematischer Schwerpunkt
    Nachhaltige Wirtschaft

Mehr ernten, besser verkaufen in Randregionen

Innerhalb von 10 Jahren ist es Bhutan gelungen, die Armutsrate von 25 Prozent auf zwei Prozent zu reduzieren. Doch es gibt Regionen, in denen sich wenig geändert hat. Die Dörfer sehen aus wie vor fünfzig Jahren, und die Äcker werden seit Generationen gleich bearbeitet. In den bis vor kurzem abgeschiedenen Bezirken Zhemgang und Sarpang an der Grenze zu Indien zum Beispiel sind 45 Prozent aller Haushalte arm oder sehr arm. Hier trägt Helvetas mit einem Landwirtschaftsprojekt dazu bei, die ländliche Armut zu bekämpfen.

Dank Mobilfunk und neuen Strassen sind die beiden Bezirke näher an das moderne Bhutan gerückt. Die Bauernbetriebe haben jetzt mehr Möglichkeiten, ihre Produkte zu vermarkten. Dazu müssen sie ihre Produktion aber an einen anspruchsvolleren Markt anpassen. Mit Unterstützung von Helvetas verbessern jedes Jahr 1000 der ärmsten Bauernhaushalte die Produktion klassischer Verkaufsprodukte wie Orangen, Ingwer, Kardamom, Butter und Käse.

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Sonam Chodan hat mit dem Anbau von Früchten und Gemüse so gut verdient, dass ein neues Haus bauen konnte (hinten). © Helvetas
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Sonam Choden in ihrem Hausgarten. © Helvetas
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Auch Yoetzer Chamo hat in der Weiterbildung gelernt, wie sie einen Hausgarten anlegen kann, der eine gute Ernte abwirft. © Helvetas / Sonam Wangdi
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Die Bäuerinnen und Bauern schliessen sich zu Produzentengemeinschaften zusammen, betreiben gemeinsam kleine Warenlager und übernehmen die Verantwortung für die lokale Infrastruktur, zum Beispiel für einfache Landwirtschaftsstrassen. In Kursen erfahren sie mehr darüber, wie sie die Mechanismen des Marktes nutzen können. Weil sie organisiert sind, bekommen sie in den neuen Vermarktungsketten mehr Gewicht und können den Vertrieb gemeinsam mit Händlern und Transporteuren verbessern. Kurz: Die Produzentengemeinschaften helfen Bauernfamilien, den grossen Schritt aus der isolierten Subsistenzwirtschaft in eine marktorientierte Produktion zu wagen. Helvetas unterstützt insbesondere Frauen, die sich aktiv um eine Mitarbeit in Leitungsorganen dieser Gemeinschaften bemühen.

Weil der Staat mit seinen Fünfjahresplänen tief in die wirtschaftliche Entwicklung eingreift, werden lokale und regionale Beamte eingeladen, das Projekt von Helvetas genau zu beobachten und zu begleiten. So wird garantiert, dass gute Ansätze über die ärmsten Haushalte der Bezirke Zhemgan und Sarpang hinaus wirksam werden.

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Leki Chezom konnte sich aus ihrem Einkommen drei Kühe kaufen. Aus dem Dung produziert sie selber Biogas, mit dem sie kochen kann. Einen Teil der Milch verkauft sie. © Helvetas / Sonam Wangdi
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Der üppige Garten der Schule, in der die Frauen lernen, wie sie eigene Hausgärten anlegen können © Helvetas / Sonam Wangdi
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Dorji Yangden ist ebenfalls eine erfolgreiche Gärtnerin, sie hat eine Vielfalt von Produkten angepflanzt. © Helvetas / Sonam Wangdi
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Dorji Yangden mit ihrer kleinen Familie. © Helvetas / Sonam Wangdi
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Nachhaltige Wirtschaft

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