Ein Schluck Wasser, der Gutes tut: Seit September 2010 haben Zürcherinnen und Zürcher in 113 Restaurants insgesamt 56 235 Halbliter‐Karaffen ZH2O züriwasser bestellt. So kann die gemeinnützige Non‐Profit‐Organisation ZH2O – drink & donate im ersten Jahr ihres Bestehens gleich 88 415 Franken an drei Schweizer Wasserprojekte, darunter von Helvetas, überweisen.
Als ZH2O vor einem Jahr lanciert wurde, beteiligten sich 65 Gastronomiebetriebe an der karitativen und umweltfreundlichen Idee. Heute hat sich die Zahl der Restaurants, in denen ZH2O züriwasser bestellt werden kann, beinahe verdoppelt, und auch Gastrobetriebe ausserhalb der Stadt Zürich zeigen Interesse. «Das ist ein grossartiger Erfolg – für die Gesellschaft, für die Gastronomie und für die Umwelt», freut sich Andreas Batliner, Präsident von ZH2O – drink & donate. 86 078 Franken Spenden hat die Organisation seit der Lancierung vor einem Jahr gesammelt. Der Betrag geht an Helvetas, Swisswaterkiosk und Skat Foundation, die in Entwicklungsländern Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen.
Die 3‐2‐1‐Formel ZH2O drink & donate fusst auf einer einfachen Idee: Restaurantgäste bestellen statt eines stillen Mineralwassers frisches Leitungswasser. Die Halbliter‐Karaffe kostet 3 Franken; 2 Franken davon gehen an das Gastrounternehmen, 1 Franken als Spende an Wasserhilfsprojekte. «ZH2O züriwasser soll weder Hahnen‐ noch stille Markenwasser in der Gastronomie ersetzen, sondern stellt eine Alternative dar, mit der Gäste sich sozial und ökologisch engagieren, günstig Wasser bestellen und gleichzeitig den Wirt für seine Leistungen fair entschädigen können», sagt Andreas Batliner.
Ökologisch und gleichzeitig günstiger Die Idee kommt an – bei Wirt und Gast. Wöchentlich werden es mehr Gastrobetriebe, in denen ZH2O züriwasser bestellt werden kann. Unter Ihnen sind mit dem «Hiltl» und dem «Maison Blunt» bekannte Stadtzürcher Lokale, auch das «Tres Kilos» zählt dazu. Inhaber Ronny Huber hat das stille Markenwasser auf seiner Karte ganz durch ZH2O ersetzt – seine Gäste blieben zufrieden: «Allein das Argument, dass ZH2O züriwasser aus dem Hahnen nur Leitungskilometer hinter sich hat, sorgte bei unseren Gästen für ein gewisses Einverständnis. Hinzu kommt, dass der Gast letztlich zwei Franken weniger für einen halben Liter Wasser bezahlt.» Tatsächlich fällt die Umweltbilanz von ZH2O züriwasser im Vergleich zu stillen Wassern in Flaschen gut aus, denn Transport, Reinigung, Verpackung und Kühlung der Flaschen entfallen: Statt 2,5 dl Erdöl, die für einen Liter Mineralwasser aus einem EU‐Land notwendig sind (1,1 dl Erdöl für einen Liter Mineralwasser aus der Schweiz), verbraucht Hahnenwasser mit 0,003 dl pro Liter tausendmal weniger Erdöl.
Hahnenwasser überzeugt auch geschmacklich Gesundheit und Geschmack kommen dabei nicht zu kurz, wie eine Umfrage des Schweizerischen Verein des Gas‐ und Wasserfachs vom Juni dieses Jahres bestätigt. 80 Prozent finden, dass Leitungswasser Mineralwasser ebenbürtig sei, ein Viertel hält ersteres sogar für besser. 90 Prozent der Befragten beurteilen die Qualität Ihres Trinkwassers als gut, rund die Hälfte sogar als sehr gut. Im Vergleich zu Mineralwasser wird frisches Trinkwasser vom Hahn sogar leicht besser eingestuft.
Der Verbrauch an Mineralwassern liegt in der Schweiz bei gegenwärtig 890 Millionen Litern pro Jahr (2010). Davon fielen 317 Millionen oder rund ein Drittel auf Importe.
Zu ZH2O züriwasser
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