Als erster liess am Morgen vom 19. November Freddie Mercury in Montreux in aller Öffentlichkeit die Hosen runter, gegen Mittag folgten ihm Charles Pictet de Rochmont in Genf und Ganymed auf dem Zürcher Bürkliplatz. Helvetas montierte den drei Berühmtheiten aus der Neuzeit und Antike Beinkleider auf Kniehöhe und platzierte am Sockel die Botschaft «2.6 Milliarden Menschen müssen öffentlich. Unhaltbare hygienische Zustände und 1.8 Millionen Tote jährlich sind die Folge.» Mit dieser Aktion machte Helvetas am Welt-Toiletten-Tag darauf aufmerksam, dass der Zugang zu einem stillen Örtchen in Entwicklungsländern immer noch nicht selbstverständlich ist. Und das dies schlimmere Folgen haben kann, als seinen nackten Hintern zu zeigen.
Fatale Folgen fehlender Toiletten 2.6 Milliarden Menschen müssen ihr Geschäft auf dem offenen Feld oder um ihre Häuser herum verrichten. Die Folgen sind fatal: Fäkalien verunreinigen die Umgebung und Krankheitserreger gelangen ins Trinkwasser. Diese lösen Durchfallerkrankungen aus, welche tödlich enden können. Rund 80 Prozent der Erkrankungen in den Entwicklungsländern könnten verhindert werden, wenn die Menschen hygienische Sanitäranlagen wie Latrinen zur Verfügung hätten. Helvetas unterstützt das Millenniums-Entwicklungsziel der UNO, bis 2015 den Anteil der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Versorgung zu halbieren. Die Entwicklungsorganisation engagiert sich seit über 40 Jahren in den ärmsten Weltregionen für eine bessere sanitäre Grundversorgung. Sie unterstützt die lokale Bevölkerung mit Aufklärungskampagnen, die die Zusammenhänge zwischen Hygiene und Krankheit erklären, beim Bau von Latrinen und Trinkwasserbrunnen und bei der Vermarktung von Hygieneartikeln.
Pressefotos zur Aktion »»»
|