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Medienmitteilung vom 30. September 2009

Mensch und Umwelt im 37. Panoramakalender von Helvetas

Der Helvetas Panoramakalender 2010 ist da. Zwölf eindrückliche Grossformat-Bilder zeigen den Menschen in seiner Umwelt und die Auswirkungen seines Verhaltens auf das Klima. Neu ist dieses Jahr ein Kalender-Begleitheft für Lehrer, damit das Thema „Mensch und Umwelt“ auch in den Schulunterricht integriert werden kann.

 

 

Die Fotografien im diesjährigen Panoramakalender zeigen Folgen von Klimawandel, wirtschaftlicher Ausbeutung von Mensch und Natur oder dem Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser. Das indianische Sprichwort „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, begreifen wir, dass man Geld nicht essen kann.“, dient dem Panoramakalender 2010 als Motto. Der Mensch und seine Umwelt wurden für die 37. Ausgabe des Kalenders vor die Linse genommen.

 

Mehr als nur Bilder

Auf einem der Bilder sind afrikanische Kinder zu sehen, die auf einer staubigen, kargen Fläche Fussball spielen – Hintergrund ist die Dürre von 2006, welche elf Millionen Menschen in eine Hungersnot brachte. Ein anderes Bild, wo eine Frau mitten in ihrem Dorf Ölpipelines überqueren muss, symbolisiert die Ausbeutung Nigerias durch internationale Ölkonzerne. Auch das Leben im Einklang mit der Natur, zeigt der Panoramakalender 2010. So das Porträt eines guatemaltekischen Mädchens,  das vorsichtig Wasser in einen Krug füllt – es ist Sinnbild für die Achtsamkeit, die wir im Umgang mit Trinkwasser wahren sollten. Oder die Fotografie von Kindern der Himba, einer Völkergruppe Namibias, die sich an die unwirtlichen Bedingungen ihrer Umwelt angepasst hat.

 

Begleitheft: Türöffner für andere Lebenswelten

Die Jugendlichen von heute sind die Zukunft von Morgen. Sie werden die Folgen unseres heutigen Handelns bewältigen müssen. Globale Fragen und Herausforderungen sollen deshalb bereits in der Schule thematisiert werden. Der Helvetas Panoramakalender eignet sich dafür. Mit dem neuen Begleitheft „Im Bild“ lässt sich der Kalender noch einfacher in den Unterricht integrieren. Die Arbeitsblätter zu zwölf Themen, passend zu den einzelnen Bildern, geben Hintergrundinformationen, werfen Fragen auf und regen zum Nachdenken an. „Wir möchten Schülerinnen und Schülern damit die Türe zu anderen Lebenswelten öffnen und sie sensibilisieren für die Armut in der Welt, die Klimaerwärmung und ihre Hintergründe“, sagt Marianne Candreia von der Helvetas Schulstelle.

 

Panoramakalender: Eine Erfolgsstory

Mit rund 40'000 verkauften Exemplaren gehört der Panoramakalender zu den meistverkauften Kalendern in der Schweiz. Er wird auch in elf anderen Ländern verkauft, unter anderem in Japan, den USA oder Australien. Mit einer Gesamtauflage von 160'000 Exemplaren gehört er zu den erfolgreichsten Produkten des Helvetas FairShops.

 

Drei Bilder – drei Augenblicke – drei Monate

Monatsbild März: Das schwarze Gold

Ölpipelines führen mitten durch ein Dorf. Im strömenden Regen steigt eine Frau über diese Röhren, Schutz bietet ihr ein Regenschirm von Shell – Ironie des Schicksals. Ohne Rücksicht beuten Ölkonzerne in Nigeria das Land und seine Bevölkerung aus. Dem einst aufstrebenden Land haben seine Ölvorkommen nicht die ersehnte Entwicklung gebracht: Flüsse und Böden sind verschmutzt, Pipelines ziehen sich durch Wohnsiedlungen und während die internationalen Ölkonzerne das grosse Geld machen, verarmt das Land. Die meisten Menschen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas leben ohne Elektrizität und fliessendes Wasser, Nahrungsmittel sind knapp und Gewalt an der Tagesordnung. Auf der Suche nach dem schwarzen Gold sind die Bewohner Nigerias übergangen worden.

 

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Monatsbild Juni: Klimawandel im Blickfeld
Das Bild wirkt auf den ersten Blick friedlich: Afrikanische Kinder spielen Fussball in der Abendsonne. Betrachtet man das Bild genauer, sieht man den Staub, den ihr Spiel aufwirbelt. Denn das Fussballfeld ist kein grüner Rasen, sondern ein sandiger Boden, der lange kein Wasser mehr gesehen hat. Ostafrika wurde Anfang 2006 von der schlimmsten Dürre seit mehr als einem Jahrzehnt heimgesucht. Die Dürre hat schätzungsweise elf Millionen Menschen in eine Hungersnot getrieben. Auslöser für solche Katastrophen sind der Klimawandel, aber auch die Überbevölkerung, die Überweidung und die Abholzung.

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Monatsbild Oktober: Sauberes Wasser aus dem Brunnen

Ein guatemaltekisches Mädchen holt Wasser am Brunnen. Ihr Blick ist konzentriert auf den Wasserstrahl gerichtet, sie trägt die traditionelle Kleidung der Mayas. Ein Dorfbrunnen sorgt für sauberes Wasser und somit für weniger Krankheiten in den Dörfern Guatemalas. Sauberes Wasser reicht aber nicht zum Leben: Um Geld zu verdienen, werden Mädchen häufig in die Stadt geschickt, wo sie für reiche Familien täglich viele Stunden für einen Hungerslohn schuften. Hintergrundmaterial dazu liefert das Begleitheft „Im Bild“, welches als Ergänzung zum Panoramakalender im Unterricht verwendet werden kann.

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Bildmaterial zum Download >>

Medienverantwortliche:

Tobias Meier, Leiter Fairer Handel, 044 368 65 51, tobias.meier@hevetas.org

Marianne Candreia Schulstelle, 044 368 65 29, marianne.candreia@helvetas.org

 

 

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